Tiefgekühlte Zellen für die Forschung

Dillingen. Der Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Moselle hat im Rahmen der Abschlussfeier des Fachbereichs Maschinenbau der HTW Saarbrücken im Casino der Dillinger Hütte seinen Innovationspreis 2008 an Daniel Dörr verliehen. Der Wirtschaftsclub, so Uwe Kuntz, wolle mit diesem Preis den wissenschaftlichen Nachwuchs in unserer grenzüberschreitenden Region fördern

Dillingen. Der Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Moselle hat im Rahmen der Abschlussfeier des Fachbereichs Maschinenbau der HTW Saarbrücken im Casino der Dillinger Hütte seinen Innovationspreis 2008 an Daniel Dörr verliehen. Der Wirtschaftsclub, so Uwe Kuntz, wolle mit diesem Preis den wissenschaftlichen Nachwuchs in unserer grenzüberschreitenden Region fördern. Daniel Dörr hat sich mit Anwendungen für Ultrakurzlaser in der Biotechnologie Auseinander gesetzt. Dies seien, so Eleonore Haltner in ihrer Laudatio, Intragel-Nanostrukturierung und Tieftemperatur-Multiphotonen-Mikroskopie. Mit dem mikroskopischen Verfahren von Daniel Dörr stehe ein neues Analysewerkzeug für die Kryobiologie bereit. Diese beschäftigt sich mit dem Einfrieren und Auftauen lebender Zellen und Gewebe. Ihre besondere Bedeutung liegt in der vollständigen Beschreibung und Archivierung der genetischen Ausstattung einer Spezies. Diese Technologie dient vor allem dazu, Zellen in kleinstem Maßstab über Jahrzehnte oder länger bei Temperaturen unter minus 120 Grad Celsius zu konservieren. Durch die Methode von Daniel Dörr können also bessere Einfrierprotokolle entwickelt werden. Besondere Anerkennung sprach die Jury an Pascal Meguin (Fügetechniken und deren Prüfverfahren zur Verbindung hochfester Stähle in der Automobilbranche), Claus Holzapfel (Produktivitätssteigerung durch Entkopplung von Anlagen in getakteter Linienfertigung) und Guillem Tänzer (Aufbau und Einführung eines Hybridsystems auf der Basis des Peugeot 307 mit den Konsequenzen für den deutschen Markt) aus. rup

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