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Zeit zum Wechsel: Reifen für die Sommersaison

Ihre Zeit ist jetzt gekommen: Im April lösen Sommerreifen die Winterspezialisten ab. Betroffene kontaktieren am besten sofort ihren favorisierten Fachbetrieb vor Ort und vereinbaren einen Termin zum Reifenwechsel. : Zeit zum Wechsel: Reifen für die Sommersaison

Mit ihrem eigenen Profil und der besonderen Materialmischung bremsen und kurven Sommerreifen in der warmen Jahreszeit auf trockener wie auf nasser Straße deutlich besser als Winterreifen. Auch gegenüber Ganzjahresreifen haben sie in Reifentests regelmäßig die Nase vorn. Fast jeder dritte Autofahrer lässt beim schweißtreibenden Reifenwechsel Profi s ans Werk. Dafür gibt es gute Gründe.

Lagerung: In Werkstätten oder beim Reifenhändler überwintern die Reifen kühl, sauber, trocken und dunkel. Reifen ohne Felgen lagern hochkant stehend, Kompletträder liegend übereinander. Möglich sind auch Wandhalterungen und Felgenbäume. Weil die Reifen vor der Winterpause gekennzeichnet wurden, kann bei der Montage nichts verwechselt werden.

Schäden: Mit Erfahrung finden die Werkstatt-Mitarbeiter Risse, Beulen, Nägel, Bordsteinschleifer. Das ist wichtig, denn wer einmal mit einem Reifenplatzer liegengeblieben ist, kennt das gefährliche Dilemma.
 

Alter: Nach maximal 10 Jahren ist für jeden Reifen mal Schluss. Er ist abgerieben, porös, meist beschädigt. Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke gibt Auskunft über das Alter (1418 = 14. Woche 2018). Profi l: Verkehrsexperten empfehlen mindestens 3 Millimeter Profiltiefe, auch wenn der Gesetzgeber 1,6 Millimeter vorschreibt. Nur dann ist eine optimale Straßenhaftung bei jedem Wetter und Tempo gegeben. Wer mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, riskiert Bußgeld und Punkte.

Auswuchten: Beim Fahren oder während der Einlagerung können sich Unwuchten bilden. Die Verformungen des Reifens machen sich besonders bei hohem Tempo durch Vibrationen, Geräusche oder ein flatterndes Lenkrad bemerkbar. Fahrkomfort und -sicherheit sinken, die Reifen verschleißen. Spätestens in diesem Fall wuchtet die Werkstatt die Räder vor der Montage mit ihrem speziellen Equipment aus.
 

Luftdruck: Hand aufs Herz: Wie oft messen Autofahrer den Luft druck? Viele kennen den richtigen noch nicht einmal. Dabei ist er der Sicherheitsfaktor überhaupt. Wer mit zu wenig Druck fährt, riskiert einen längeren Bremsweg, Aquaplaning-Unfälle, erhöhten Reifenverschleiß und verbraucht mehr Kraftstoff. Die Werte stehen in der Tankklappe, am Türholm und in der Bedienungsanleitung.

Die Werkstatt-Meister bringen Auto und Fahrer mit dem richtigen Luft druck in die sichere Spur und erklären auch die Reifendruckkontrollsysteme (RDKS). Fahrzeuge mit einem direkten System lernen sich nach Reifenwechsel und -druckkorrektur selbst an. Bei Autos, die mit einem indirekten System rollen, wird nach der Montage ein Reset fällig. E-Autos erhalten übrigens aufgrund ihres höheren Fahrzeuggewichtes und des damit verbundenen höheren Rollwiderstandes eine zusätzliche Portion Luft – je nach Fahrzeugtyp rund 0,5 bar mehr.

Beratung: Die Reifen sind beschädigt, alt oder haben zu wenig Profil? Ein klarer Fall für neue Pneus. Erste Anhaltspunkte für die Wahl liefern Testberichte von Automobilklubs, Fachzeitschriften und Verbraucherorganisationen. Die Werkstatt hilft schlussendlich bei der Entscheidung, welche dieser Reifen zu den Bedürfnissen der Autofahrer passen. Sie erledigen Kauf, Montage und geben auch sonst viele Tipps. Beispielsweise den, sich nicht allein auf das RDKS zu verlassen. Die regelmäßige Luftdruckprüfung vor jeder großen Fahrt, am besten 14-tägig, schafft Sicherheit. Wenig Mühe, große Wirkung. red/kfz-gewerbe
 

Ab Montag dürfen Autohäuser öffnen

Der Gesundheitsschutz von Kunden und Mitarbeitern seit Inkraft treten der Corona-Ausgangsbeschränkung wird beim Servicegeschäft in den Kfz-Werkstätten bereits erfolgreich praktiziert. Ab kommenden Montag, 20. April, dürfen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Zugangs- und Hygienemaßnahmen auch die Autohändler wieder ihre Verkaufsräume öffnen. red

Fit in den Frühling starten

Zugegeben, eine Eiszeit hat uns der Winter nicht beschert. Dennoch mussten die Autos bei Wind und Wetter so einiges aushalten. Blinde Scheinwerfer, poröse Wischerblätter, zugesetzte Pollenfilter, Steinschläge in der Windschutzscheibe oder im Lack – höchste Zeit also für den Frühjahrscheck und den Reifenwechsel in der Werkstatt. Doch wer prüft was?

Autofahrer-Check

Trocknen: Ist das Auto entrümpelt, muss die Nässe raus. Fußmatten aus dem Auto nehmen und Teppichböden mit Lüft er oder Zeitungspapier trockenlegen. Nicht vergessen: Alle Lüftungsschlitze im Motor- und Kofferraum müssen frei sein.

Waschen: Vor der Wäsche kommt der Hochdruckreiniger zum Einsatz. Bitte mit Vorsicht und Abstand arbeiten – Alufelgen und Lack sind empfindlich. Die Radkästen vertragen mehr Power. Gebucht wird das volle Programm: Vor-, Haupt- und Unterbodenwäsche, Lackkonservierung und Unterbodenversiegelung. Die Motorwäsche ist später Sache der Werkstatt.

Putzen: Außen hui, innen pfui? Nicht bei wachsamen Fahrern. Die krempeln die Ärmel hoch und arbeiten sich durchs Auto: Cockpit entstauben, Teppiche und Polster saugen, Scheiben mit Glasreiniger und Küchenrolle innen und außen putzen. Jetzt noch alle Mängel an Lack, Glas, Leuchten und Scheibenwischern notieren und ab damit zum Technik-Check in die Werkstatt.

Werkstatt-Check

Prüfen: Beim Rundgang ums Auto machen sich die Profis selbst ein Bild. Was ist defekt? Was muss nachgebessert werden? Auf der Hebebühne ist der Blick frei auf Bremsen, Unterboden, Achsen, Auspuff und Stoßdämpfer. Gute Gelegenheit auch, Schäden am Unterboden zu beheben.

Wechseln: Die Profi s tauschen Winter- gegen Sommerreifen. Sie achten auf Schäden, Alter und ausreichend Profil – drei Millimeter sollten es mindestens sein – und wuchten die Pneus vor der Montage aus. Schlussendlich wird ihnen die notwendige Dosis Luft verabreicht. Pneus mit indirektem RDKS benötigen ein Reset. Klima ist das Thema des Sommers. Funktioniert die Klimaanlage? Hat sie eventuell ein Leck? Alle zwei Jahre empfiehlt die Werkstatt eine Wartung. Und auch wenn es im Auto nicht müffelt: Pollen- oder Aktivkohlefilter sollten besonders bei Allergikern im Auto jährlich ausgetauscht werden. Die kleinen Plagegeister fliegen mittlerweile das ganze Jahr.

Auffüllen: Motoröl, Kühl- und Bremsflüssigkeit werden überprüft und aufgefüllt. In die Scheibenwaschanlage kommt jetzt der Sommerreiniger im Kampf gegen Insekten, Baumharz & Co. red/kfz-gewerbe

Besuch in der Werkstatt während Corona

Im Saarland gilt eine Ausgangsbeschränkung und somit muss für den Werkstattbesuch ein triftiger Grund vorliegen – also zum Beispiel eine erforderliche, sicherheitsrelevante Reparatur. Ein Reifenwechsel von Winter- auf Sommerreifen sowie ein Reifenwechsel aus sicherheitsrelevanten Gründen (bspw. abgefahrene Reifen) sind erlaubt. Zudem könnte es regional zu Einzelabweichungen kommen. Betroffene sollten sich daher über die geltenden Regelungen informieren und auf jeden Fall vorab die Werkstatt seines Vertrauens kontaktieren. Grundsätzlich ist es dringend empfohlen, unabhängig von der Rechtslage, Arbeiten, die nicht dringend notwendig sind, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. red