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Sieben Landmarken der Grenzregion digital erleben

  : Sieben Landmarken der Grenzregion digital erleben

Ein interaktives PDF vereint digital aufbereitete Informationen, Zeitzeugenberichte und 360-Grad-Fotos zu ausgewählten Landmarken auf deutscher und französischer Seite der Grenze.

Mit dem Projekt „Landmarken in der Region Saar-Moselle“ möchte der Regionalverband Saarbrücken Türme, Halden und andere exponierte Orte in der Region als Landmarken und Naherholungsziele aufwerten, diese modern, interaktiv und symbolträchtig in Szene setzen und so einen speziellen Reiz für die gesamte Grenzregion schaffen. Als Schwerpunktaufgaben wurden die drei Säulen Information, Kommunikation und Erlebnis definiert.

Information

Aufbauend auf dieser übergreifenden Projektidee hat der Regionalverband ein grenzüberschreitendes Informationssystem für Landmarken zur deutsch-französischen Geschichte entwickelt. In einem ersten Schritt wurden hierzu sieben Landmarken – ausgewogen auf deutscher und auf französischer Seite der Grenze – ausgewählt. Zu den jeweiligen Standorten wurden Zeitzeugen-Interviews, 360-Grad-Aufnahmen und weitere Informationen digital aufbereitet. Das interaktive PDF beinhaltet alle Texte in deutscher, französischer und englischer Sprache sowie zusätzliche Zusammenfassungen in leicht verständlicher Sprache. Anspruch ist es, Geschichte durch „Storytelling“ lebendig zu machen.


Kommunikation


Die Bezüge zwischen den einzelnen Landmarken sowie zur Kultur- und Landschaftsgeschichte sollen über Sichtbeziehungen bis nach Frankreich, über Lichtsignale und Wege hergestellt werden. Eine Machbarkeitsstudie hat dazu exemplarisch den Schweizerberg in Völklingen-Ludweiler, die Bergehalde Velsen, den Förderturm St. Charles in Großrosseln und den Parc Explor Wendel in Petite-Rosselle untersucht. Sie hat gezeigt, dass sich alle Standorte für eine lichttechnische Inszenierung eignen und damit eine Vernetzung mittels Beleuchtung umsetzbar wäre. Der gewählte technische Ansatz, der eine Beleuchtung sowohl an Bauwerken als auch auf der freien Fläche umfasst, ermöglicht eine Übertragung des Konzepts auch auf weitere Landmarken in der Region. Eine weitere Chance besteht darin, die Beleuchtungselemente in eine Landmarken-App einzubinden, die dem interaktiven PDF folgen soll. Mittels der App ließe sich zum Beispiel die Idee umsetzen, benachbarte Landmarken über eine Manipulation der Lichtelemente durch die Besucher vor Ort zu identifizieren.

Erlebnis

Der Regionalverband möchte die einzelnen Standorte als „Grenz-Erlebnisstationen“ inklusive sportlicher und kultureller Angebote ausbauen. Hierbei setzt man auch auf das Engagement der Städte und Gemeinden im Eurodistrict SaarMoselle, die bereits eine hohe Bereitschaft zur Beteiligung gezeigt haben. Zur Unterstützung bei der Finanzierung der Projektideen könnten u.a. Fördergelder bei den EU-Förderprogrammen LEADER oder INTERREG beantragt werden. Erste erlebbare Landmarke scheint der Schweizerberg zu werden, den Schülerinnen und Schüler der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule derzeit zu einem Ort der deutsch-französischen Freundschaft umgestalten.

Das interaktive PDF sowie eine digitale Karte zu den ersten sieben Landmarken als auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie stehen unter www.regionalverband.de/landmarken zur Verfügung. rvs