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ICH LEBE GERN IN HOLZ Holz in der Gemeinde Heusweiler: Ein durch den Bergbau geprägter Ortsteil

Premiumwanderwege, das Denkmalensemble Schachtanlage und das älteste bauliche Relikt mit dem Zechenhau erkunden

Premiumwege stehen für höchsten Wandergenuss und abwechslungsreiche Wegeführung und naturbelassene Pfade. Foto: Martin Bambach

Ein Denkmalensemble ist die Schachtanlage Holz, einer Nebenanlage der Quierschieder Grube Göttelborn. Die Schachtanlage Holz an der Saarstraße entstand in den Jahren 1913 bis 1915. Das älteste bauliche Relikt ist das Zechenhaus aus dem Jahr 1912 aus rotem Sandstein. Darin waren die Waschräume, der Verlesesaal, die Lampenstube, eine Kaffeeküche und das Gezähemagazin. Das Fördermaschinenhaus stammt aus den Jahren 1938 bis 1940. Das prägende Fördergerüst aus der gleichen Bauzeit erhebt sich 21,5 Meter hoch über das Ensemble. 

In Holz stehen beiden westlichen Konfessionen Kirchen zur Verfügung. Die evangelische Kirche wurde 1900 als Saalkirche im historisierenden Stil mit Rundbögen und in Anlehnung an die Frühgotik errichtet. Das hübsche Kirchlein zeigt sich weiß verputzt mit betonter Werksteingliederung aus roten Sandsteinen, die beispielsweise die Kanten des Turms betonen.

Die Katholiken gehen in die St. Josef Kirche aus den Jahren 1926/27, die an der Stelle einer Notkirche errichtet wurde, die aufgrund der ansteigenden Bevölkerung zu klein geworden war. Durch den Zuzug von immer mehr Leuten, die im Bergbau arbeiteten, wuchs Holz. Die Saalkirche mit Querhaus ist im Inneren von einem Tonnengewölbe überspannt.

Ein barockes Jagdschlösschen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erinnert daran, dass in den Wäldern rund um Holz die Fürsten von Nassau-Saarbrücken früher ausgedehnte Jagden durchgeführt haben. Ein weithin sichtbares Bauwerk ist der alte Wasserturm.

Der Frohn-Wald-Weg

In Holz befindet sich am Friedhof einer der Startpunkte des Premiumwanderweges „Frohn-Wald-Weg“. Kurzweilig geht es auf schmalen Pfaden und erdigen Wegen durch den nordwestlichen Saarkohlenwald. Nicht weit vom Saarbrücker Stadtrand gelegen, überrascht der Frohn-Wald-Weg mit eindrucksvollen Waldbildern. Einem Märchenwald gleich säumen hoch gewachsene, alte Bäume lange Passagen. Bergbaurelikte und efeuüberwucherte Bunkeranlagen schlummern als Zeitzeugen am Wegesrand. In kleinen Bachläufen plätschern verspielte Wasserläufe. Ein lauschiger Waldweiher lädt zum Innehalten ein. Erholung pur.

Ein weithin sichtbares Bauwerk ist der alte Wasserturm. Foto: SWV Archiv/ Interessengemeinschaft
Ein weithin sichtbares Bauwerk ist der alte Wasserturm. Foto: SWV Archiv/ Interessengemeinschaft

Startpunkt Wanderparkplatz Am Friedhof, Länge 10 Kilometer, Gehzeit 2,5 bis 3 Stunden, 301 Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad mittel, empfohlene Gehrichtung im Uhrzeigersinn.

Der Eichelweg zwischen Holz und Walschied

Der Eichelweg führt durch dichten Mischwald zum Quellgebiet der Netzbach, vorbei am Holzer Konglomerat, Saugartenweiher, Platz Drei Eichen, (schöne Aussicht) Holzer Wasserturm, nach Wahlschied und zurück zum Holzer Platz. Start und Ziel: Holzer Platz, Strecke 13,8 Kilometer, Wanderzeit circa 3 Stunden, Höhenunterschied 130 Meter, Markierung rote Eichel auf weißem Feld. red./dos

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