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ESSEN & GENIESSEN Die goldene Herbstzeit ist auch Suppenzeit

Selbst gekocht schmecken die Körper- und Seelenwärmer nochmal so gut

Selbst gekochte Suppen verbreiten bereits beim Zubereiten ihren köstlichen Duft. Foto: Drobot Dean - stock.adobe.com

Der Herbst ist nicht immer nur golden, sondern manchmal auch ganz schön grau, windig und nass-kalt. Wenn man dann von draußen herein kommt, tut eine Suppe gut, wärmt Körper und Seele. Die Spanne der Suppen reicht dabei von der klaren Brühe mit Backerbsen oder Eierstich über gebundene Rahm- und Cremesuppen bis zu deftigen Eintöpfen und Suppenmahlzeiten.

Dank der unendlich vielen Varianten findet jeder etwas für seinen Geschmack, von Karotten-Ingwersuppe über Kürbis- und Broccolisuppe bis hin zu Süßkartoffel- und Morchelsuppe, Dabei sind Suppen besonders geeignet für eine fettarme Zubereitung. Die Cremigkeit und Bindung von Cremesuppen kann zum Beispiel durch das Pürieren von Gemüse und Kartoffeln erreicht werden. Wenn man einige Gemüsestücke unpüriert lässt, kann man mit diesen gut dekorieren oder sie als Einlage verwenden. Nun noch etwas hochwertiges, aromatisches Öl dazu - etwa Kürbiskern- oder Walnussöl - und die Gourmet-Cremesuppe ist perfekt.

Fehlt noch etwas Bindung, einfach einen Esslöffel Mehl oder Stärke in kaltem Wasser anrühren, eine Teilmenge davon einrühren und wieder aufkochen lassen. Sobald Stärke oder Mehl mit aufgekocht wurden, sieht man, ob die Bindung nun ausreichend ist, oder ob noch etwas mehr nötig ist. Noch einfacher geht es übrigens mit Soßenbinder. Hier entfällt das Anrühren in kaltem Wasser.

In der Gastronomie werden reichlich Creme-, Sahne- oder Rahmsuppen gekocht und angeboten, meist aus Fisch, Gemüse oder Pilzen, wenig Kartoffeln sowie reichlich Sahne und Crème fraîche für die Cremigkeit. Sahne & Co. Ist aber wegen ihres hohen Fettgehaltes und des hohen Gehaltes an gesättigten Fettsäuren nicht jedermanns Sache. Ganz zu schweigen von einer herzgesunden Ernährung.

Aromatische Öle bringen zusätzlich Geschmack

Suppen und Eintöpfe sind besonders geeignet für eine fettarme Zubereitung. Die Cremigkeit und Bindung von Cremesuppen kann zum Beispiel durch das Pürieren von Gemüse und Kartoffeln erreicht werden. Ein Pürierstab oder Mixer leistet hier gute Dienste. Einige Gemüsestücke unpüriert lassen, um damit zu dekorieren oder sie als Einlage verwenden. Nun noch etwas hochwertiges, aromatisches Öl dazu - etwa Kürbiskern- oder Walnussöl - und die Gourmet-Cremesuppe ist perfekt. Man kann gut auf das Legieren mit Ei oder die Sahnezugabe verzichten. Je nach Rezept kann Sahne auch durch Kaffeeweißer oder fettarme Kondensmilch ersetzt werden, wenn beispielsweise bei einer Tomatensuppe die Säure etwas abgepuffert werden soll.

Traditionell ist Montag der Eintopftag, wie Freitag der Fischtag ist.

Besonders der Sonnabend ist Suppentag

Üblicherweise wurden hier die Reste vom Wochenende verarbeitet. In jüngerer Zeit wurde besonders der Sonnabend zum Suppentag, sicherlich auch, weil eine Suppe schnell zubereitet werden kann, wenn man sich auf ein paar „Helferlein“ einlässt wie eine gekörnte Brühe. Natürlich ist eine von Grund auf selber gemachte Suppe sicherlich die individuellste, aber sie braucht auch eine Menge Zeit, die sich heutzutage nicht jeder nehmen kann oder will.

Die klassische Rumfordsuppe aus Graupen und getrockneten Erbsen, wenn gewünscht, mit wenig magerem Rauchfleisch für das typische Aroma, aber viel Gemüse wie Porree, Karotten und Zwiebeln, macht gut satt, wenn es samstags heißt, die Energiereserven nach dem Sport, einer Wanderung oder anderen Familienaktivitäten an der frischen Luft wieder aufzufüllen. Benjamin Thompson, Reichsgraf von Rumford, erfand die Suppe 1795 für die Soldaten der Armee seines Dienstherrn, des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, und für die festgenommenen Bettler und Arbeitslosen in seinem Militärischen Arbeitshaus in der Münchener Au, um diese sparsam, aber dennoch nahrhaft zu versorgen. Sie wurde in der Folgezeit in zahlreichen Suppenküchen an Bedürftige ausgeteilt. red./dos

Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch

Zutaten für 6 Personen 
800 g Hokkaidokürbis, geputzt gewogen
600 g Möhren, geschält gewogen
1 Stück Ingwer, ca. 5 cm lang
1 Zwiebel
2 EL Butter
1 Liter Gemüsebrühe
500 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer
Sojasauce
Saft einer Zitrone
Koriandergrün zum Garnieren

Zubereitung
Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen und würfeln, in der Butter andünsten. Mit der Brühe aufgießen und in etwa 15 bis 20 Minuten weich kochen. Dann sehr fein pürieren, eventuell durch ein Sieb streichen. Die Kokosmilch unterrühren, mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Zitronensaft abschmecken und noch mal erwärmen. Mit Korianderblättchen garniert servieren.
Eine schnelle, leicht exotische Suppe, schön auch im Menü. Besonders geeignet für diese Suppe ist ein Hokkaido, den muss man nicht schälen. In Thailand isst man Kürbissuppe mit kleinen Garnelen als Einlage.
Eine schnelle, leicht exotische Suppe, schön auch im Menü.


Keine Lust selbst zu kochen? Dann besuchen Sie doch einfach einen unserer Inserenten.

Das perfekte Duo aus der Region

Kürbis und Kartoffel am besten beim lokalen Bauern beziehen

Der Herbst ist ihre Zeit: Neue Kartoffeln in vielen Sorten und bunte Kürbisse direkt vom Feld bereichern jetzt wieder unseren Speiseplan. Unsere Kartoffeln gelten schon lange als unverzichtbar mit ihrer Vielseitigkeit in Form, Farbe und Geschmack. Mittlerweile hat sich auch der Kürbis einen festen Platz in unserer Küche erobert. Die meisten der über 800 Kürbisarten in rund 130 Gattungen sind in den tropischen und subtropischen Klimazonen vertreten. In Mitteleuropa ist nur die Gattung der Zaunrüben heimisch. Zur Familie zählen etliche Nutzpflanzen, die bedeutendsten sind Gartenkürbis, Zuckermelone, Gurke und Wassermelone. So vielseitig wie die Farben und Formen sind auch die Speisen, die sich aus Kürbis zubereiten lassen. Sie sind hervorragend geeignet für Suppen, als Gemüsebeilage, für Salate, für Chutney, Marmelade, Füllungen für Strudel, Gemüsesaucen und nicht zuletzt für saftige Kuchen.

Beitrag zum Umweltschutz

Auch bei den Kürbissen hat die Erntezeit begonnen. In vielen Farben und Formen bereichern sie jetzt wieder Auge und Gaumen.

Wer sich seinen Kürbis vom Bauern nebenan in die Küche holt, hat auf jeden Fall die beste Grundlage für ein gelungenes Gericht.

Kartoffeln und Kürbisse ab Hof punkten mit feinem, aromatischen Geschmack und hoher Qualität. Dabei sind sie noch wahre Klimaschützer. Vom heimischen Landwirt dort produziert, wo sie gebraucht werden, entfallen lange Transportwege und die damit verbundene CO²-Belastung. So leistet jeder Konsument von Produkten aus der Region auch seinen ganz eigenen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. red./jj

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