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Die Expertise im Pflegebereich schärfen

   : Die Expertise im Pflegebereich schärfen

Er gehört zu den am stärksten expandierenden Märkten derzeit: der Gesundheitssektor. Doch nicht nur das – er bietet auch ein enorm breites Betätigungsfeld. Dieser Entwicklung wird die htw saar mit dem sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen gerecht.

Den Studiengang gibt es seit 15 Jahren, wie Studienleiterin Prof. Petra Riemer-Hommel, Ph.D, erzählt. „Er richtet sich explizit an Mitarbeiter in Pflege- und Gesundheitsfachberufen, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung mitbringen. Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen bietet die Möglichkeit, sich akademisch weiterzubilden“, so die Studienleiterin. Somit können sich Absolventen der Fakultät für Sozialwissenschaft en für neue Tätigkeiten in der pflegerischen oder gesundheitlichen Versorgung qualifizieren. „Man kann sich damit dann sehr unterschiedliche Perspektiven eröffnen“, erklärt Prof. Petra Riemer-Hommel.

So erwerben die Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen im Management und können ihre Expertise im Pflege- und Gesundheitsbereich schärfen. Eine Vertiefungsrichtung muss dabei nicht gewählt werden. Management und Betriebswirtschaft gewinnen durch immer komplexer werdende Bedürfnisse im Pflege- und Gesundheitssektor zunehmend an Bedeutung. Das gelte etwa im Risiko- und im Qualitätsmanagement oder auch im Pflegecontrolling. Die akademisch fundierte Ausbildung ist in der Praxis für die systematische Analyse und für die qualitätsorientierte Weiterentwicklung dringend erforderlich. „Deswegen ist es sinnvoll, sich in dieser Richtung weiterzuentwickeln“, so die Studienleiterin.

Da die Studierenden in der Regel mitten im Berufsleben stehen, ist der Studiengang in Blockseminare unterteilt. „Dadurch ist berufsbegleitendes Arbeiten möglich“, erläutert sie. Viele Unternehmen hätten die Vorteile des Studiums erkannt, würden diese als Bereicherung des Arbeitslebens sehen und die internen Dienstpläne darauf anpassen. Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen umfasst sechs Semester und gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Die ersten drei Semester umfassen die Grundlagen, im Hauptstudium folgen die vertiefenden Module und Wahlpflichtangebote aus den Bereichen Management und Expertise.

Ein Studienprojekt ist in die Semester vier und fünf integriert. Alle Kompetenzen zusammen können die Studierenden durch ein zwölfwöchiges Praktikum vertiefen. Dadurch können sie das theoretisch Erlernte direkt in der Praxis anwenden. Dieses Praktikum kann zudem einen neuen Arbeitsbereich erschließen. Das Studium wird mit der Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Für den Studiengang sind zumindest grundlegende Kenntnisse der englischen Sprache von Vorteil. Auch hier zeigt sich die htw saar praxisorientiert: Im StudiumPlus werden zahlreiche Sprachkurse für Studierende angeboten.

Auslandsaufenthalt im Praktikum möglich

Angeboten wird auch die Möglichkeit, innerhalb des Praktikums einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen und durch das Erasmus-Programm könne man Praktika in europäischen Nachbarländern absolvieren oder gar in das Gesundheitswesen in Myanmar oder Neuseeland „reinschnuppern“. „Für Studierende, die etwas ganz anderes sehen wollen“, wie Prof. Petra Riemer-Hommel ergänzt. Sie selbst ist Auslandsbeauftragte der htw saar und arbeitete unter anderem länger in den Vereinigen Staaten.

Es gibt sehr viele mögliche Tätigkeitsfelder nach diesem Studium. Eine, die ihr Glück im Case Management gefunden hat, ist Carina Hottenbacher. Die 30-Jährige beendete ihr Studium an der htw Saar im März und beantwortet die Frage, ob sie dies nochmal so machen würde, mit: „Definitiv Ja!“ Natürlich gebe es auch stressige Phasen, gerade in Klausurphasen. Und auch das Leben als Studentin sei ein komplett neues für sie gewesen, etwa das Beantragen von Bafög, das ihr positiv beschieden wurde. Dennoch stellt sie mit Bezug auf den erfolgreichen Abschluss klar: „Das ist absolut machbar.“

Von Haus aus Physiotherapeutin, arbeitete sie knapp vier Jahre in ihrem Beruf und erkannte natürlich die immer schwieriger werdenden Bedingungen im Gesundheitswesen. „Da kam ich auf die Idee, mich nach einem Studium umzuschauen“, erklärt die 30-Jährige. Bei der htw saar wurde sie fündig, und obwohl die Anmeldefrist bereits verstrichen war, wurde ihre Bewerbung zeitnah akzeptiert. Trotz ihrer langjährigen Erfahrung in der praktischen Arbeit gibt sie unumwunden zu: „Ich habe vieles von einer neuen Seite kennengelernt.“

Ihr Praxissemester absolvierte sie in einem Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. In einem anderen Unternehmen arbeitete sie dann weitere sieben Monate, um noch mehr Erfahrung zu sammeln und sich so einen optimalen Berufseinstieg zu ermöglichen. Dort schrieb Carina Hottenbacher auch ihre Bachelor-Arbeit. Nun arbeitet sie an der Uniklinik in Homburg im Case Management. Sie erklärt: „Meine Hauptaufgabe als Case Managerin ist aktuell, Schnittstellen zu finden, um einen besseren Ablauf innerhalb des Krankenhauses, beispielsweise bei Verlegungen, zu generieren. Ich versuche, ressourcenorientiert meine Kollegen zu unterstützen und neue Prozesse einzuführen. Die Betreuung der Schnittstellen um Ärzte, Pflege und zentrale Koordination, aber auch Medizincontrolling und IT stellt einen wesentlichen Anteil meiner Arbeit dar.“

Hochkompetentes Lehrpersonal

Doch nicht nur das: Neben sehr vielen neuen Dingen, die sie lernen konnte, wuchs sie auch als Persönlichkeit: „Ich habe mich als Mensch weiterentwickelt, bin viel selbstbewusster geworden.“ An der htw saar profitierte sie von den hochkompetenten Professorinnen und Professoren, von denen man definitiv noch viel lernen könne. Durch das Studium eröffnen sich natürlich auch in puncto Fort- und Weiterbildung sowie bei Qualifizierung und Zertifizierungen neue Möglichkeiten. Und natürlich hat sie jetzt auch einen deutlich höheren Verdienst als vorher. bo
      

Der Weg zum Studium


Bewerbungen für das Wintersemester sind noch bis zum 22. August möglich.

Für Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung besteht in begrenzter Zahl und in einem besonderen Verfahren die Möglichkeit einer Zugangsprüfung oder eines Probestudiums. Bitte beachten, dass ein Antrag bis zum 1. April des Jahres bei der htw saar gestellt werden muss. Voraussetzungen sind:

• eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung mit qualifiziertem Ergebnis (Abschlussnote mindestens 2,5) in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf mit einer regulären Ausbildungszeit von mindestens zwei Jahren
• hauptberufliche Tätigkeit für mindestens zwei Jahre in dem erlernten oder einem verwandten Beruf

Kontakt:

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Malstatter Straße 17
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Sozialwissenschaften Sekretariat Pflege und Gesundheit Raum 11.05.05
Telefon (06 81) 58 67 - 765
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