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BAUEN - WOHNEN - LEBEN Wellnessoase: Die Sauna im eigenen Zuhause

Heimsaunen gibt es in vielfachen Ausführungen und Größen. Eine gemütliche Sauna muss nicht besonders groß sein und passt vielerorts. Foto: slavun/stock.adobe.com

Unabhängig von Wind und Wetter entspannen und genießen - die eigene Sauna macht's möglich. Wichtig sind der richtige Standort und die passende Ausführung, dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege.

Wenn im tristen November die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und regenreiche Phasen unser Wetter dominieren, finden nur noch Hartgesottene Vergnügen bei täglichen Spaziergängen. Wer dennoch etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann sich freuen, wenn er in der Wellnessoase im eigenen Haus eine willkommene Abwechslung vom Schmuddelwetter und pure Entspannung findet. Die eigene Sauna wirkt nämlich Wunder und schafft ein wohliges Gefühl von Wärme. Doch ganz gleich, ob man sich die Heimsauna vom Fachmann einbauen lässt oder selbst als Heimwerker Hand anlegt – einige Dinge sollte man vor dem Einbau einer Sauna in jedem Fall beachten.

Welche Sauna darf's denn sein?

Eine Heimsauna kann grundsätzlich in allen Räumen des Hauses eingebaut werden, es muss nicht zwingend der Keller sein. Wer im Dachgeschoss wohnt, muss auch hier nicht darauf verzichten. Anschlüsse für Wasser und Strom müssen vorhanden oder einzubauen sein, gleiches gilt für die Lüftungsanlage. Die eigene Sauna sollte auf einem festen, glatten und wasserfesten Untergrund stehen. Fliesen sind hierfür besonders gut geeignet. Der Standort hängt häufig auch davon ab, für welche Art von Sauna man sich entscheidet. Die klassische und die finnische Sauna eignen sich gut für die Installation im Haus. Die Schwitzräume erreichen zwar eine hohe Temperatur mit Gradzahlen zwischen 80 und 110, dies allerdings bei geringer Luftfeuchtigkeit. Somit wird das Mauerwerk weniger in Mitleidenschaft gezogen als etwa bei einer Dampfsauna, einer Bio- oder Niedrigtemperatursauna. Hierfür empfiehlt sich eher ein Standort im Freien, etwa im Garten oder auf der Terrasse. Mit 100 Prozent Luftfeuchtigkeit kann bei falscher Anwendung in Innenräumen schnell Schimmelbildung am und im Mauerwerk entstehen.

Wer seine Sauna im Haus installiert, benötigt hierfür keine Baugenehmigung. Neben den bereits erwähnten Anschlüssen, die notwendig sind, muss auch die Statik den Einbau zulassen – sicher ebenfalls ein Vorteil für die Einrichtung im Kellerbereich. Anders sieht es aus, wenn die Sauna im Außenbereich steht. Abgesehen davon, dass der notwendige Drei-Meter-Abstand zum Nachbarn einzuhalten ist, bedarf es je nach Größe der Sauna einer Baugenehmigung.

Baugenehmigung: am besten nachfragen

Hierbei variieren die Größenvorgaben je nach Bundesland und berechnen sich dazu noch unterschiedlich nach Rauminhalt oder Brutto-Gesamtfläche. In den meisten Bundesländern bedarf es einer Genehmigung der Sauna im Garten, sofern sie eine gewisse Größe überschreitet. Eine Vorab-Klärung des Sachverhaltes mit dem zuständigen Bauamt sorgt für rechtzeitige Klarstellung und vermeidet unliebsame Überraschungen hinterher. Die Gartensauna muss selbstverständlich den Abzug der heißen Luft gewährleisten, es darf keine Brandgefahr von ihr ausgehen und bei Saunen mit Holzofen bedarf es eines Schornsteins. Wie bei anderen Feuerstellen muss auch hier der Abzug regelmäßig durch den Schornsteinfeger kontrolliert werden.

Gut durchlüftet für langen Genuss

Wer seine private kleine Wellnessoase im Keller einrichtet, sollte neben der Sauna nicht nur auf einen Ruhe- und Abkühlbereich, sondern unbedingt darauf achten, dass der Standort gut durchlüftet werden kann, sei es durch Fenster oder andere Lüftungseinrichtungen. Ansonsten drohen gravierende Schäden, denn durch das Saunieren ergeben sich deutlich höhere Werte hinsichtlich Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur. Schnell setzt sich bei Kellerräumen ohne Wärmedämmung die Feuchtigkeit im Mauerwerk ab, durchdringt dieses und sorgt für Schimmelbildung und längerfristig für Schäden im Mauerwerk selbst. Deshalb ist vor der Einrichtung einer Sauna auf Be- und Entlüftung, Wärmedämmung und Mindestabstand von den Wänden zu achten. Eine luftdichte Dampfsperre ist zu empfehlen. Hier ist es ratsam, sich rechtzeitig fachkundigen Rat einzuholen. Eine zentrale Frage, die sich jedem Saunierer stellt, ist die nach dem Sauna-Ofen.

Auf den Ofen kommt es an

Alternativ kommen ein Holzofen, ein Gasofen, ein Elektroofen oder ein Kombiofen in Frage, wobei sich gerade der Holzofen für die Gartensauna eignet. Für die Sauna im Haus ist ein Elektroofen meist die erste Wahl. In der Regel benötigt die Sauna einen Starkstromanschluss, der vom Fachmann installiert wird. Er kann dann auch gleich die fachgerechte Installation des (Elektro-) Ofens vornehmen. Die Ofenleistung entscheidet in Verbindung mit der Größe einer Sauna darüber, wie lange es dauert, bis die Sauna die gewünschte Temperatur entwickelt. Bei einer durchschnittlichen Saunagröße von zehn Kubikmetern sollte der Ofen eine Leistung von 7,5 Kilowatt aufweisen.

Akzente durch Farbe und Licht

Farbe und Licht können in der Sauna übrigens ganz besondere Akzente setzen – LED macht’s möglich. Da kann die Beleuchtung indirekt hinter den Rückenlehnen angebracht werden oder ein funkelnder Sternenhimmel erstrahlt über den Saunagängern. 

Auch dies ist ein Teil des Saunaerlebnisses, genauso wie Soundeffekte dank neuer wasser- und hitzebeständiger Lautsprecher. 

Wer alle Tipps zur Einrichtung seiner Sauna befolgt und den richtigen Standort wählt, hat daran viel Freude. Die eigene Sauna verspricht Gesundheit, Entspannung und Erholung im Privaten, ohne dass man das Haus verlassen muss. tt



Die eigene Wallbox für die Garage oder das Carport

Eine Wallbox lädt das E-Auto schneller und sicherer als eine normale Steckdose. Experten verraten, wie man das passende Modell für seine Garage oder das Carport findet.

Mit einer Wallbox lässt sich das Elektroauto ganz bequem zu Hause aufladen. Sie kann in der Garage installiert werden, aber auch an einem Carport.

Brauche ich eine Wallbox oder reicht auch eine Steckdose?

„Das Laden an der normalen Haushaltssteckdose ist zwar generell möglich, aber langwierig und auch riskant“, sagt Martin Brandis, Energieexperte der Verbraucherzentrale.

Aufgrund der geringen Ladeleistung von 2,3 Kilowatt dauert das Laden mindestens zehn bis zwölf Stunden. Durch diese Dauerlast können Kontakte und Leitungen überhitzen – es besteht Brandgefahr. Zum Vergleich: Wallboxen haben eine Ladeleistung von 11 bis 22 Kilowatt.

Was benötige ich für die Installation einer Wallbox?

„Zuerst einmal einen ausreichend dimensionierten Stromanschluss“, sagt Martin Brandis.

„Der muss gegebenenfalls neu verlegt werden, in der Regel reicht die normale Hausinstallation nicht aus.“ Die Wallbox wird über eine separat abgesicherte Zuleitung an die Hausinstallation angeschlossen.

„Wallboxen brauchen außerdem geeignete Schutzeinrichtungen gegen Gleich- und Wechselstromfehler, die verhindern, dass Personen einen Stromschlag bekommen, wenn eine Leitung defekt oder ein Kontakt feucht geworden ist“, sagt Matthias Vogt vom ADAC. Außerdem wichtig:

„Die Installation einer Wallbox ist nichts für Laien, sie gehört immer in die Hände eines Fachbetriebes.“

Wallbox im Carport - Was ist zu beachten?

Die Wallbox sollte vor der Witterung geschützt sein, also etwa vor Regen. Im Carport kann es sich auch anbieten, ein Modell zu wählen, das besonders gut mit starker Hitze zurechtkommt.

„Für einen Standort in der prallen Sonne sollte man nicht unbedingt ein dunkles Modell auswählen, das sich besonders stark erhitzt“, rät ADAC-Experte Matthias Vogt.

„Werden die Geräte zu heiß, reduzieren sie die Ladeleitung oder schalten sich sogar vollständig ab.“

Zudem sollte der Abstand zwischen Auto und Wallbox nicht zu groß sein. Lange Kabel und Adapter, die längere Distanzen überbrücken, sind immer Gefahrenquellen. Und die Carport-Wand sollte stark genug sein, um dort eine Wallbox aufzuhängen.

Unterschiede zwischen den Wallboxen?

„Unterschiede gibt es in der Ladeleistung, dem Bedienkomfort, der Ausstattung und der Konnektivität, also der Möglichkeit der Vernetzung der Wallbox“, sagt ADAC-Experte Matthias Vogt.

„Eine Wallbox mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW reicht zu Hause völlig aus. Nur wenige Fahrzeuge können mehr als 11 kW Ladeleistung nutzen“, erklärt Vogt. Wer eine Wallbox mit einer höheren Leistung von 22 kW und mehr installiert, muss einen stärkeren Stromanschluss und größere Kabel einplanen.

Wallboxen haben entweder einen einphasigen oder einen dreiphasigen Anschluss. Für einphasige Anschlüsse ist eine Ladeleistung von maximal 4,6 kW zulässig, so Matthias Vogt. Dreiphasige Versionen sind für 11 oder bis zu 22 kW gedacht.

Diese Leistung wird auch in der Zukunft für den Einsatz im privaten Bereich ausreichend sein. Das Fahrzeug steht ja die ganze Nacht und manchmal auch tagsüber zu Hause.

Da reicht eine 11-kW-Wallbox sicher, um jede Autobatterie aufzuladen. Bei längeren Fahrten kann das Fahrzeug an einer öffentlichen Ladesäule schnell aufgeladen werden. Ja, grundsätzlich sind Wallboxen beim Netzbetreiber anzumelden.

Der Verwaltungsaufwand von Modellen mit bis zu 11 kW Ladeleistung ist gering, für sie genügt eine einfache Anmeldung. Wallboxen mit einer höheren Ladeleistung sind darüber hinaus genehmigungspflichtig.

„Das wäre sogar der Idealfall“, sagt Martin Brandis vom Verbraucherzentrale Bundesverband. „Damit lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom sinnvoll erhöhen.“ Das Fahrzeug diene gewissermaßen als Stromspeicher.

In der Praxis allerdings hat der Plan seine Tücken: Denn mit Sonnenstrom lässt sich die Batterie des E-Autos tagsüber laden – wobei dann viele Autofahrer nicht zu Hause sind. Nichtsdestotrotz kann die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wallbox eine gute Möglichkeit sein, um umweltfreundlich unterwegs zu sein und Geld zu sparen. Wichtig dafür ist die Einbindung in ein hauseigenes Energie-Managementsystem. Voraussetzung ist eine Wallbox, die mit der PV-Anlage kommunizieren kann und den Strom aus der Sonne vorrangig nutzt. dpa/tmn

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