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The Decemberists zwischen Weltschmerz und Euphorie

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Schon als Kind hatte Colin Meloy literarische Ambitionen und sah sich als Schriftsteller - zumindest in einem Brief, den er als 10-Jähriger dem Sci-Fi-Autoren Ray Bradbury geschrieben haben soll. Seitdem hat der inzwischen 40-Jährige zwar einen Uni-Abschluss in Kreativem Schreiben und 2011 mit "Wildwood" seinen ersten Roman veröffentlicht. Geschrieben hat er ansonsten aber vor allem Songs für seine Band The Decemberists. Und bei denen ging es immer schon um mehr als die Musik. Auf den Alben der amerikanischen Folk-Gruppe aus Portland wurden erzählerische Bögen gespannt, für die gern in alten Mythen und Legenden gekramt wurde.

Vier Jahre nach dem Hit-Album "The King is Dead" sind die Stücke des Albums "What a beautiful world, what a terrible World” eher autobiographisch, aber auch gesellschaftskritisch. Insgesamt erreicht dieser eingängige Folk-Rock, der neben ein paar Höhepunkten mit einigen Füllern durchhängt, nicht die Kraft vorheriger Alben.

Decemberists: What a beautiful world, what a terrible world (Rough Trade).