„Tatort: Wahre Lügen“ aus Wien: Adele Neuhauser glänzt als "Mutter Teresa von Wien"

Nachlese zum „Tatort“ aus Wien : Neuhauser glänzt als "Mutter Teresa von Wien"

Harald Krassnitzer ermittelt seit 20 Jahren im Wiener „Tatort", für Adele Neuhauser ist „Wahre Lügen“ der 20. Fall. Die beiden haben Grund zum Feiern - die Zuschauer auch, denn das Team des Österreichischen Rundfunks gehört zum Spitzenpersonal in Sachen Krimi.

Worum ging es? Eine Journalistin wird tot aus dem Wolfgangsee gezogen. Sie wurde erschossen. Der Fall weist Parallelen auf zu dem angeblichen Suizid eines österreichischen Ministers. Die Journalistin recherchierte im Waffenhändler-Milieu. Die Wiener Ermittler Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) stöbern in der Folge „Wahre Lügen“ in den Archiven und wirbeln jede Menge Staub auf.

Wer war es? Nichts war es mit den Drahtziehern des internationalen Waffenhandels und Agenten, die im Verborgenen agieren. Das Mordmotiv war Eifersucht und enttäuschte Liebe. Die Lebensgefährtin (Emily Cox) der Journalistin war die Täterin. Gut, dass der Tod von Hans-Werner Kirchweger (Peter Matic) am Ende nicht auch noch aufgeklärt wird, ein offenes Ende hat auch sein Gutes.

Wie war es? Das Wiener Team ist ein Garant für einen unterhalt­samen, berührenden Abend. Es gibt Humor, interne Fallstricke sowie einen spannenden Fall. Und Neuhauser spielt in dieser Folge wieder ganz stark, man leidet mit ihrer Bibi als trockene Alkoholikerin, die gegen ihre Sucht kämpft und damit ringt, dass sie mit ihrem großem Herz alle Unglücklichen anzieht. „Du bist die Mutter Teresa der Halbwelt“, sagt Moritz zu ihr. Wie wahr!

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