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Tarifrunde im Saar-Einzelhandel ergebnislos vertagt

Saarbrücken. Die Tarifverhandlungen für die 40 000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel sind gestern ohne Ergebnis auf den 15. Juni vertagt worden. Die Arbeitgeber legten zwar ein verbessertes Angebot vor, die Gewerkschaft Verdi lehnte es aber als zu niedrig ab

Saarbrücken. Die Tarifverhandlungen für die 40 000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel sind gestern ohne Ergebnis auf den 15. Juni vertagt worden. Die Arbeitgeber legten zwar ein verbessertes Angebot vor, die Gewerkschaft Verdi lehnte es aber als zu niedrig ab. Der Einzelhandelsverband wandelte die bisher vorgeschlagenen Einmalzahlungen weitgehend in reguläre Lohnerhöhungen um. Das Angebot sieht jetzt ab November 1,5 Prozent mehr Geld vor sowie eine weitere Erhöhung um 0,5 Prozent zum Dezember 2010. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 150 Euro erhalten. "Die Arbeitgeber akzeptieren die Richtung der Forderung", sagte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Stefanie Nutzenberger. Doch der Abstand zur Forderung der Gewerkschaft in Höhe von 6,5 Prozent sei zu groß, um zu einer Einigung zu kommen. Für morgen plant Verdi daher Streiks bei der Supermarktkette Real. mzt