Tamis mit Musik aus der Zeit des Fürsten von Nassau-Saarbrücken

Saarbrücken. Stilistisch weit zurück ging es am Samstag beim Saarbrücker Tamis-Festival in der Alten Kirche St. Johann - mit vier Streichquartetten, die der niederländische Hofkapellmeister Christian Ernst Graaf (1723-1804) im späten 18. Jhr. Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1745-1793) widmete. Musik also, wie sie zu höfischer Zeit im Saarbrücker Schloss geklungen haben mag

Saarbrücken. Stilistisch weit zurück ging es am Samstag beim Saarbrücker Tamis-Festival in der Alten Kirche St. Johann - mit vier Streichquartetten, die der niederländische Hofkapellmeister Christian Ernst Graaf (1723-1804) im späten 18. Jhr. Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1745-1793) widmete. Musik also, wie sie zu höfischer Zeit im Saarbrücker Schloss geklungen haben mag. Das Via Nova Quartett mit Mechthild und Lorenz Blaumer (Violine), Helmut Winkel (Bratsche) und Mario Blaumer (Cello) widmete sich auf historischen Instrumenten einer unterhaltsamen Musik, die klanglich etwa in der Zeit des frühen Haydn anzusiedeln ist. Zierliche, muntere Melodien wechselten ab mit kunstvolleren Strukturen (etwa einer Fuge). Die historischen Streichinstrumente, gelegentlich mitgrundiert durch Cembalo (Eri Takeguchi), hinterließen mit weichem Klang das sympathische Gefühl von intimer Traulichkeit. Als interessante Beigabe interpretierte der neu ernannte HfM-Professor Johannes Gmeinder auf der historischen Klarinette das c-Moll-Quartett des finnischen Komponisten Bernhard Crusell (1775-1838) mit allen Vorzügen eines Instrumentes, das besonders in den mittleren Lagen von bestrickend sanft modellierender Ausdruckskraft ist. pes

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