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| 19:08 Uhr

Weg mit den lästigen Gesichtshaaren

Mit der Pinzette lassen sich einzelne lästige und unschöne Haare im Gesicht auszupfen. Für größere Areale ist diese Methode kaum geeignet, denn sie ist meist schmerzhaft. Foto: SHOCK/FOTOLIA
Mit der Pinzette lassen sich einzelne lästige und unschöne Haare im Gesicht auszupfen. Für größere Areale ist diese Methode kaum geeignet, denn sie ist meist schmerzhaft. Foto: SHOCK/FOTOLIA FOTO: SHOCK/FOTOLIA
Kiel. Haare sprießen oft da, wo man sie lieber nicht haben möchte. Einzelne Borsten am Kinn oder ein dunkler Flaum auf der Oberlippe sind für viele Frauen ein Schönheitsfiasko. Bei Männern wird vor allem im Alter die Nase oft zum „haarigen Problem“. Daniela Schulz

Einen Tag lang nicht richtig aufgepasst und schon sprießt wieder eins dieser Quälgeister am Kinn. Dünn, lang und pechschwarz steht es ab und fällt manchmal erst bei genauerem Blick in den Spiegel auf. Es ist ein sogenanntes Hexenhaar. Der Begriff ist umgangssprachlich und wurde vermutlich deshalb übernommen, weil Hexen im Märchen in der Regel als hässlich beschrieben werden. Dabei sprießen den Hexen meist schwarze Haare am markanten Kinn. "Ich kannte den Begriff so noch nicht", sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Leiter der Hautarztzentrums Kiel . Aber der Mediziner weiß natürlich sofort, welches Problem damit gemeint ist.

Rasieren schärft die Kanten

Hexenhaare sind "Einzeltäter". Weil sie nur mal hier und da sprießen, sind sie meist ein Fall für die Pinzette. Einmal zupfen und man hat wieder Ruhe. Nachteil: Die Methode eignet sich wirklich nur für einzelne Härchen. Bei größeren Flächen wird die Zupferei schmerzhaft.

Wachsen mehrere Haare, greifen Frauen oft zum Rasierer. "Das ist eine einfache Möglichkeit, die Haare loszuwerden", bestätigt der Experte. Hinterher habe man allerdings oft das Gefühl, dass die Haare noch borstiger und spitzer nachwachsen als zuvor. Und dieser Eindruck ist richtig: "Durch die Rasur werden die Kanten des Haares geschärft und fühlen sich fester an", erklärt Müller-Steinmann. Woher Hexenhaare kommen, ist nicht ganz geklärt. Hormonstörungen, Wechseljahre und genetische Veranlagung gelten als mögliche Ursachen.

Während die Hexenhaare mit einfachen Mitteln relativ leicht in den Griff zu bekommen sind, macht der Damenbart größere Probleme. Laut der Pharmazeutischen Zeitung leiden bis zu vier Millionen Frauen in Deutschland unter unliebsamem Bartwuchs. Auch hier spielen Hormone in der Regel eine Rolle. Manchmal fällt bei der Diagnose der Begriff Hirsutismus. Damit ist eine männliche Behaarung am Körper gemeint, von der südländische Frauen häufiger betroffen sind als andere. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen rät in diesem Fall, den Hormonspiegel überprüfen zu lassen. Denn sei der Spiegel männlicher Sexualhormone zu hoch, sei es mit Epilation oft nicht getan. Auch Unterleibserkrankungen könnten hinter einem Bartwuchs stecken.

In den meisten Fällen ist der Damenbart ein kosmetisches Problem. "Den Bart mit einem Laser zu entfernen, ist die einfachste und sicherste Methode", sagt Müller-Steinmann. "Es gibt als Alternative Enthaarungs- und Bleichcremes, aber die führen bei dauerhafter Anwendung oft zu Hautreizungen und Allergien." Beim Lasern wird die Haarwurzel mit Lichtenergie zerstört. "Der Laser funktioniert allerdings nur bei pigmentiertem Haar", erklärt der Spezialist, "helle Haare kann die Lichtenergie nicht absorbieren." Je dunkler der Damenbart ist, desto besser sind die Behandlungschancen.

Teuer wird es in jedem Fall. Zwischen 60 und mehreren hundert Euro kann die Laser-Epilation im Gesicht kosten. Müller-Steinmann: "Das hängt von der Fläche ab. Oft reichen drei bis fünf Sitzungen aus, um die dickeren Härchen dauerhaft zu entfernen." Die Nebenwirkungen: Nach einer Laserbehandlung sollte man die Sonne möglichst zwei Wochen meiden. Auch Hautreaktionen wie vorübergehende Rötungen sind nicht ausgeschlossen.

Vorsicht mit der Nagelschere

Bei Männern sind es im steigenden Alter die Nasenhaare, die als lästig empfunden werden. Auch hier sind die Hormone die Übeltäter. Hautärzte raten, Nasenhaare regelmäßig zu kürzen. Dazu am besten einen Trimmer verwenden, denn mit der Nagelschere steigt das Verletzungsrisiko. Und das Auszupfen kann Entzündungen der Nasenschleimhaut hervorrufen. Eine Laserbehandlung ist grundsätzlich möglich, aber auch hier gilt: Sind die Haare erst mal weiß, spricht der Laser nicht mehr darauf an. Das bedeutet, dass Männer in der Regel schon vor dem 40. Lebensjahr mit dem Lasern beginnen müssten.