Beauty : Drei Trendthemen sollen die Duftdesigner inspirieren

() Die Geschichte der wohlriechenden Düfte reicht weit zurück bis zu den alten Hochkulturen. In Ägypten wurden die aromatischen Essenzen vor über 5000 Jahren für die Einbalsamierung von Pharaonen genutzt und zur Ehrung der Götter in den Tempeln verbrannt.

Der duftende Rauch ist Ursprung für die Namensgebung: „Per Fumun“ ist die lateinische Übersetzung für „durch den Rauch“. Der aktuelle Duden kennt sowohl die deutsche Schreibweise „Parfüm“ als auch „Parfum“, was aus dem Französischen stammt.

Im alten Rom umgab sich die reiche Oberschicht gerne mit den kostbaren Elixieren. Endgültig etablierte sich das Parfüm im Mittelalter, als das Destillationsverfahren entwickelt wurde und in Frankreich der Beruf des Parfümeurs aufkam.

Heute sind es Duftdesigner, deren Kreationen für Wohlgeruch sorgen. Für sie hat das „Bell Flavors und Fragrances“, einer der führenden internationalen Hersteller von Duftstoffen für die Kosmetikbranche, drei Trendthemen als Inspiration für die Jahre 2020 und 2021 vorgestellt. „Ocean Vibes“ nimmt Bezug auf die Anziehungskraft des Meeres, das glücklich mache und gleichzeitig so viele Geheimnisse berge. Die entsprechenden Duftkompositionen reichen von „zart pastelligen über lebendig frische Noten bis zu solchen von vibrierender Strahlkraft“.

Das Thema „Australian Inspiration“ zelebriere den fünften Kontinent: „Frische Eukalyptus-, weiche Sandelholz- und warm-krautige Noten mit animalisch-ledrigen Akzenten erinnern an die rote Erde des Inlandes mit seinen exotischen Tieren und mystischen Orten. Einen spritzigen Kontrast dazu bilden leichte, fruchtige und florale Düfte.“

Beim Thema „Planet Lover“ stehen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im Fokus. Dabei gehe es darum, die Anzahl der Inhaltsstoffe möglichst gering zu halten, Ressourcen zu schonen und trotzdem spannende und ausgewogene Düfte zu kreieren.

Die Nachfrage hierzulande ist groß: Rund zehn Millionen Frauen in Deutschland nutzen einmal oder mehrmals täglich Parfüm. Das ergab eine Hochrechnung aus einer Umfrage, bei der 23 086 weibliche Personen über 14 Jahre befragt worden sind. Bei der Kaufentscheidung sollten nicht nur persönliche Vorlieben, sondern auch die Qualität eine Rolle spielen. „Ein Parfüm sollte in seinem Duftablauf harmonisch sein. Von der Kopfnote über die Herznote bis zur Basis muss es sich gleichmäßig und gut abgestimmt entfalten“, heißt es dazu auf dem Portal www.haut.de.

Da beim ersten Testen vor allem die Kopfnote wahrgenommen wird, sollte zwischen Ausprobieren und Kauf einige Zeit vergehen. Mehr als fünf bis sechs Parfüms schaffe die Nase allerdings nicht, danach ermüde der Geruchssinn. Wichtig ist zudem, den Duft an sich selbst, zum Beispiel an Handgelenk oder Ellenbogenbeuge, zu testen.

Auf der Internetseite wird zudem die Klassifizierung der Duftwässer erläutert: Bei „Eau de Toilette“ liegt der Duftstoffanteil bei vier bis acht, manchmal auch bis zu zehn Prozent. Intensiver sind Produkte mit der Bezeichnung „Eau de Parfum“ oder „Parfum de Toilette“. Beim edelsten Produkt, das mit „Parfum“ bezeichnet wird, beträgt der Duftstoffanteil 15 bis 30 Prozent.