So gelingt der perfekte Augenaufschlag

So gelingt der perfekte Augenaufschlag

Die Wimpern richtig in Schwung zu bringen, erfordert neben der richtigen Technik auch eine gute Ausrüstung.

Die Auswahl an Wimperntusche, auch Mascara genannt, ist riesig. Die Hersteller überbieten sich mit immer neuen Produkten. Sie heißen "Black Drama", "Doll Eyes" oder "Lash Superstar" und versprechen alles, was Wimpern perfekt macht: mehr Volumen, mehr Länge und dank der immer ausgefeilteren Bürstchen für jedes Auge den passenden Schwung. Die Bürstenköpfchen sind unterschiedlich geformt: elliptisch, halbmondförmig, wie eine Erdnuss oder ein Kegel. Monika Ferdinand vom Berufsverband deutscher Kosmetiker rät, sich von der Auswahl nicht verunsichern zu lassen: "Jeder sollte die Bürste verwenden, die er mag und mit der er am besten klar kommt. Das ist alles eine Frage der Übung." Man sollte einfach verschiedene Bürsten ausprobieren und sich an den persönlichen Favoriten rantasten.

"Gebogene Bürstchen sind besonders gut bei großen Augen geeignet", sagt die Expertin. "Die hat aber kaum jemand." Ihrer Meinung nach reicht eine gerade, klassische Bürste, um jede Wimper am Auge zu erwischen. "Wenn man zweimal darüber tuscht, hat man den ganzen Kranz erreicht."

Entscheidender ist die richtige Technik. Eine Zickzack-Bewegung, die oft von der Werbung suggeriert wird, müsse gar nicht sein. Ferdinand: "Es reicht, wenn man das Auge halb öffnet, ein bisschen nach unten schaut und die Wimpern nach oben tuscht." Der untere Kranz ist manchmal etwas komplizierter zu erreichen, weil die Tusche dort leichter verschmiert. Auch dafür hat Monika Ferdinand eine Lösung: "Einfach ein Stück vom Papiertaschentuch unterlegen und darüber tuschen." Für den unteren Lidkranz sei ein kleineres Bürstchen empfehlenswert, weil man damit die kürzeren Wimpern besser erreiche.

"Viele machen den Fehler, die Wimperntusche aus dem Applikator zu pumpen", erklärt die Fachfrau. "Das führt dazu, dass man zu viel Farbe auf der Bürste hat." Dann komme es zu Klümpchenbildung. "Die Wimpern verkleben leichter." Sind solche "Fliegenbeine" erst mal da, bleibt manchmal nichts anderes übrig, alles wieder abzuschminken. "Man kann alternativ aber auch ein Wimpernkämmchen nehmen und versuchen, die Wimpern wieder in Form zu bringen", sagt Monika Ferdinand.

Problematisch ist, dass Wimperntusche schnell austrocknet. Das sei zu vermeiden, wenn man bei der Anwendung einige Punkte beachte, meint die Expertin. "Mascara-Bürstchen sollte man regelmäßig reinigen. Mit Haarshampoo die Bürste gut abspülen und trocknen lassen. Ich wickle parallel dazu Folie um den offenen Applikator, damit die Tusche in der Zwischenzeit nicht austrocknet." Generell sollte man Tusche entsorgen, sobald sich ihr Geruch verändert. Das gelte vor allem für ölhaltige Mascara.

Wimperntusche sollte wie anderes Make-up abends generell abgeschminkt werden. Der Panda-Augen-Effekt, bei dem die Tuschreste unter dem Auge kleben, sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch zu Problemen führen. Darauf weist zum Beispiel Kosmetikhersteller Nivea hin: "Tuschreste trocknen die Wimpern stark aus, im schlimmsten Fall brechen sie sogar ab."

Eine einfache Abschmink-Regel hat die Stiftung Warentest formuliert: "Wasserfeste Mascara am besten mit Make-up-Entferner oder mit Öl entfernen. Für nicht wasserfeste nimmt man Reinigungsmilch und Wasser." Die Warentester raten auch, Mascara nicht unter Freundinnen zu tauschen. Bakterien an den Wimpern könnten nämlich zu Bindehautentzündungen führen.

Ein immer wiederkehrender Modetrend ist bunte Mascara. Blaue, grüne, bordeaux- und sogar neonfarbene Tusche bietet der Markt. "Mascara Layering", also die Schichtung von Mascara, zum Beispiel Schwarz in Kombination mit Neongelb, oder verschiedene Farben für den oberen und unteren Wimpernkranz, seien was für Liebhaberinnen, findet Kosmetikexpertin Monika Ferdinand. "Schwarz ist klassisch und wird im Gegensatz zu den farbigen Varianten nie unmodern."

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