1. Leben
  2. Wohlfuehlen

Schwungvoller Start in den Frühling

Beauty : Schwungvoller Start in den Frühling

Zu Beginn der warmen Jahreszeit sind UV-Schutz, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig.

Endlich ist er da, der Frühling. Zwitschernde Vögel, blühende Blumen und wärmende Sonnenstrahlen verbreiten gute Stimmung. Viele Menschen zieht es raus in die Natur, Spaziergänger und Radfahrer sind nun wieder häufiger unterwegs. Dem Körper tun Bewegung und frische Luft gut, auch die Haut profitiert davon. „Die Zellen können sich erneuern und man erlangt einen frischen Teint“, bestätigt Professor Dr. Uwe Reinhold vom Dermatologischen Zentrum Bonn.

UV-Schutz ist derzeit besonders wichtig. „Es ist allgemein bekannt, dass Sonnenstrahlen der Haut schaden. Es kommt zur schnellen Alterung, Pigmentflecken und im schlimmsten Fall Hautkrebs“, erklärt der Hautarzt. Er rät, ein ungeöffnetes Produkt zu verwenden: „Cremes für den Schutz gegen die Sonne haben einen geringen Anteil an Fett. Um der Haut eine optimale Wasserversorgung zu gewährleisten, wurden die Lotions mit einem hohen Anteil an Feuchtigkeit angereichert. Wenn die Creme über mehrere Monate ungenutzt im Schrank steht, verflüchtigen sich die Wassermoleküle.“ Die Feuchtigkeit verdunste auch, wenn die Tube richtig verschlossen sei. Der Schutz sei nicht mehr gewährleistet.

Vor der Frühlingssonne warnt auch Dr. Marion Krakor, Hautärztin in Leipzig: „Sie ist stärker und gefährlicher als viele denken.“ Die Haut habe nach dem Winter keine Pigmente und sei deutlich erblasst. „Dadurch ist die Gefahr eines Sonnenbrandes momentan deutlich höher als etwa im Herbst“, erläutert die Dermatologin. Die Haut sollte im Frühling nur ganz vorsichtig der Sonne ausgesetzt und die Dosis ganz langsam gesteigert werden.

Sie empfiehlt für den Aufenthalt im Freien eine wasserfeste Creme mit Lichtschutzfaktor 50. Wer den ganzen Tag draußen ist, sollte zudem das Nachcremen nicht vergessen. Außerdem sei es auch im Frühling nicht ratsam, sich mittags in die pralle Sonne zu setzen. Besser sei es, die Pause im Schatten eines Baumes zu genießen.

Gänzlich auf das Sonnenbad zu verzichten, wäre aber falsch. „Die Haut braucht Sonnenlicht in Maßen“, betont Dr. Marion Krakor. Es sei wichtig, um den Körper mit Vitamin D zu versorgen.

Ein Mangel dieses Vitamins, das Einfluss auf die Muskelkraft hat und an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist, kann auch der Grund für Frühjahrsmüdigkeit sein. „In den trüben, dunklen Wintertagen kann unser Körper nicht immer ausreichend Vitamin D bilden“, erklärt Eva Zovko, Ernährungswissenschaftlerin beim Bundeszentrum für Ernährung. Neben Blutdruckschwankungen aufgrund der wechselnden Außentemperaturen könnten auch Hormonumstellungen Ursache für die Abgeschlagenheit sein, sagt Zovko. „Noch produziert der Körper aufgrund des fehlenden Sonnenlichtes überwiegend Melatonin, das müde macht und die innere Uhr auf Schlaf umstellt.“ Die Bildung des sogenannten Wohlfühl-Hormons Serotonin sei im Winter reduziert und komme erst im Frühling wieder in Gang.

Ihre Ernährungsempfehlung gegen Frühjahrsmüdigkeit: „Essen Sie abwechslungsreich. Wer sich bunt ernährt, also die Vielfalt genießt, der führt seinem Körper auch alle wichtigen Vitamine zu und bringt so seinen Stoffwechsel wieder in Schwung.“ Zu den Vitamin-D-reichen Lebensmitteln zählen unter anderem Eier, Lachs und Avocado. Allerdings ersetzen diese nicht das Sonnenbad. Das gilt ebenso für die Bildung von Serotonin, die zum Beispiel durch Bananen, Nüsse, Käse und Schokolade unterstützt werden kann. ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Gemüse und Vollkorn sollten im Frühling auf dem Speiseplan stehen.

Eva Zovko betont zudem: „Nutzen Sie wirklich jede Gelegenheit für Bewegung im Freien. Das kurbelt den Kreislauf an und reguliert den Hormonhaushalt. So kann es Ihnen gelingen, aktiv die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben.“