Qualitätskriterien für Massagen vom Deutschen Wellnessverband

Beauty : Auch bei Wellnessmassagen ist Qualität wichtig

() Vor unseriösen Anbietern für Wellnessmassagen warnt der Deutsche Wellnessverband: „Oft haben die Anbieter solcher Massagen keine solide Ausbildung absolviert.

Dann fehlen grundlegende anatomische Kenntnisse und das Wissen über die Grenzen des eigenen Handelns.“ Unter anderem werde argumentiert, dass es dabei nur um Entspannung und Wohlbefinden gehe. Das sei ein „gravierender Irrtum“.

Der Verband listet auf seiner Internetseite Kriterien auf, anhand derer eine seriöse Massage oder qualifizierte Masseuren zu erkennen sind. Eine solide Basis bietet eine entsprechende berufliche Erst- oder Grundausbildung wie „Staatlich geprüfter/anerkannter Masseur und Medizinischer Bademeister“ und „Staatlich geprüfter/anerkannter Physiotherapeut“. Zu den Inhalten dieser Ausbildungen zählen Grundwissen in Medizin, Hygienestandards sowie das grundständige Erlernen klassischer Massagearten.

Sollten Sonderformen der Massage angeboten werden, zum Beispiel Edelstein- oder Klangschalenmassage, sollten entsprechende Zertifikate zum Nachweis vorliegen. Der Wellnessverband rät, dabei auf die Ausbildungszeit, auf die erlernten fachlichen Inhalte sowie auf die Abschlussprüfung achten. Staatliche Institutionen und anerkannte Verbände seien ein Hinweis auf Seriosität.

Bei Übertreibungen der speziellen Wirkungsweise einer Massageart, oder sogar Absolutheitsansprüchen oder Heilsversprechen sei Vorsicht geboten. Auch irreführenden Versprechen wie „lässt Sie 20 Jahre jünger aussehen“ oder „lässt Cellulite nur so dahinschmelzen“ zeugten nicht von Seriosität.

Qualitätskriterien gibt es auch für die Behandlung selbst. Der Masseur sollte in seriöser sauberer Berufskleidung auftreten und ein gepflegtes Äußeres haben. Beim Behandlungsraum sind eine professionelle Einrichtung und Sauberkeit wichtig.

Im Vorgespräch wird der Ablauf der Massage erläutert sowie nach Beschwerden und Allergien gefragt. Zudem sollte der Gast Hinweise erhalten, wie er sich am besten auf die Behandlung vorbereitet.

„Der Masseur spricht während der Behandlung nicht mehr als nötig, ohne dabei unfreundlich, unsicher oder uninteressiert zu wirken“, lautet eine weitere Empfehlung des Verbandes. Im Idealfall sei im Ablauf eine Behandlungsstruktur erkennen, zum Beispiel Griffvielfalt, von sanft nach intensiv dann wieder zu sanft und ausklingend.

Nach der Behandlung sollte der Gast Tipps erhalten, zum Beispiel, ob ein Nachruhen oder eine Dusche ratsam sind.

Als angemessener Preis für eine Wellnessmassage gelte pro Behandlungsminute 1 bis 1,50 Euro.

www.wellnessverband.de

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