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Noch im Alter stoppt sportliche Aktivität den Knochenschwund

Noch im Alter stoppt sportliche Aktivität den Knochenschwund

Der Körper baut Knochensubstanz ab, wenn das Skelett nicht belastet wird. Bei regelmäßigem Sport wirken Zugkräfte und Stöße auf die Knochen, wodurch sich neue Knochensubstanz bildet.

(np) Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Leiden und Erkrankungen im Alter auch erblich bedingt sind. Gesundheitsrisiken und Erkrankungen hingen also mit genetischen Unterschieden bei den Menschen zusammen, erläutert Dr. Lars Bertram, Professor für Genomanalytik an der Universität Lübeck . Er hat aber auch eine gute Nachricht: Frühzeitige, regelmäßige körperliche und geistige Aktivität beuge den drohenden Beschwerden vor.

Wie schnell im Alter zum Beispiel Knochensubstanz abgebaut wird, hat zumindest bei einem Teil der Menschen auch mit einer genetischen Veranlagung zu tun. Eine geringe Knochendichte erhöht unter anderem das Risiko für Knochenbrüche. Doch Knochenschwund ist kein unausweichliches Schicksal. "Für Menschen mit entsprechender Veranlagung könnte dies bedeuten, noch frühzeitiger körperlich aktiv zu werden", sagt Bertram. Doch vor allem jahrelange körperliche Trägheit führt zu schleichendem Knochenabbau. Osteoporose-Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben in mehreren Studien nachgewiesen, dass regelmäßiges körperliches Training einen Verlust von Knochensubstanz verhindern kann. Vor allem ein intensives Krafttraining sowie Sportarten, bei denen härtere Stöße auf das Skelett einwirken, erhalten die Knochensubstanz.

Besonders in jungen Jahren bildet sich durch ein solches Training sogar zusätzliche Knochensubstanz. Der Mineralgehalt der Knochen und die Knochendichte werden erhöht. Dieser zusätzliche Aufbau ist bei Mädchen im Alter von 11,5 bis 13,5 Jahren und bei Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren am intensivsten. Der früh erworbene Vorrat an Knochensubstanz beugt im Alter dem Knochenschwund vor.

Auch für alte Menschen ist ein Krafttraining noch sinnvoll, um den weiteren Abbau von Knochensubstanz zu stoppen. Zudem führt ein regelmäßiges Muskeltraining zu deutlichen Kraftzuwächsen. Dadurch können sich alte Menschen viel leichter und sicherer bewegen.