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Beauty
Gute Laune auch an trüben Wintertagen

Wer einige einfache Regeln befolgt, kann ein Stimmungstief im Herbst und Winter oft vermeiden.
Wer einige einfache Regeln befolgt, kann ein Stimmungstief im Herbst und Winter oft vermeiden. FOTO: Robert Kneschke - Fotolia / Robert Kneschke
Saarbrücken . Der Winter ist für die meisten die unbeliebteste Jahreszeit. Es gibt einige Möglichkeiten, für Wohlbefinden zu sorgen.

Der Winter beginnt auf der Nordhalbkugel offiziell am 21. Dezember. Bis zum 20. März 2019 dauert die Jahreszeit, die als kalt und ungemütlich gilt. Laut einer Studie des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Resarch, für die 2016 über 1000 Personen befragt wurden, ist der Winter die unbeliebteste Jahreszeit der Deutschen. „Weder die Weihnachtszeit noch die frische, reine Luft ändern etwas an dieser Tatsache. Die meisten empfinden den Winter als grau, trostlos und zu kalt“, berichten die Marktforscher.


Nur die wenigsten können dem Winter entfliehen oder bei schlechtem Wetter und eisiger Kälte stets zu Hause bleiben. Auch Winterschlaf ist für den Menschen keine Option. Doch wir sind Wind, Wetter und Trübsinn nicht hilflos ausgeliefert. Warme Kleidung als Kälteschutz versteht sich von selbst. Die Plattform www.gesundheit.de rät zum „Zwiebelprinzip“. Mehrere Kleidungsstücke von unterschiedlicher Dicke und Material werden übereinander getragen. Dazwischen können sich isolierende Luftschichten bilden, die dafür sorgen, dass wir nicht frieren. Empfehlenswert seien Naturmaterialien wie Wolle, Daunen und Schaffell, die nicht nur vor niedrigen Temperaturen schützen, sondern auch atmungsaktiv sind.

Die Haut benötigt im Winter mehr Zuwendung als sonst und eine besondere Pflege. Sheabutter, Oliven- oder Avocadoöl sind nach Angaben der Zeitschrift Freundin beliebte Zutaten in Tagescremes, die sich für die Gesichtspflege bei Kälte besonders gut eignen. Grundsätzlich sollten „wintertaugliche Produkte für die Gesichtspflege mild sein und einen hohen Fettgehalt haben“. Alles was die Haut austrockne, zum Beispiel ein intensives Peeling, sei hingegen „Gift“. Eine ein- bis zweimal wöchentlich verwendete, reichhaltige Gesichtsmaske, zum Beispiel mit Quark, Honig oder Avocado, könne die Feuchtigkeit der Haut regulieren.



„Frieren ist ein normaler Schutzmechanismus des Körpers bei kühlen Außentemperaturen. Lebenswichtige Organe im Körperinneren werden so besser mit Blut versorgt“, berichtet der Deutschlandfunk. Damit nicht zu viel Wärme verloren geht, ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen. Alkohol jedoch führt dazu, dass sich die Blutgefäße weiten. Daher bewirkt auch ein Glühwein nur vorübergehend ein Gefühl der Wärme. Danach friert man noch mehr.

Besser ist es, warm zu duschen oder ein Bad zu nehmen. Da Wasser der Haut jedoch Fett und Feuchtigkeit entzieht, empfiehlt Dr. Patrick Franke, Apotheker in Berlin: „Nur kurz und nicht zu heiß duschen, maximal 15 Minuten baden bei höchstens 39 Grad Celsius.“ Danach kann eine Massage für ein wohlig-warmes Gefühl sorgen. Die Internetseite www.fitforfun.de empfiehlt dafür Rosmarinöl, da es die Durchblutung der Haut anrege: „Maximal 25 Tropfen des reinen ätherischen Öls mit etwa 50 Millilitern eines kalt gepressten Basisöls wie Mandel-, Traubenkern- oder Olivenöl mischen. In den Händen anwärmen und den Körper mit sanftem Druck massieren“. Auch Arnika- oder Ingweröl wirken wärmend.

Scharfe Gewürze können dem Körper ebenso einheizen: „Bei Chilis, Peperonis und Pfefferschoten löst der Inhaltsstoff Capsaicin die typische Hitze und das Brennen im Mund aus.“ Currypulver, Ingwer und schwarzer Pfeffer wärmen ebenfalls.

Diese Zutaten kennt auch die Küche, die sich an den Vorgaben der indischen Heilkunst Ayurveda orientiert. Auf deren Liste der wärmenden Lebensmitteln stehen unter anderem Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Fenchel.

Nicht nur gegen das Frieren gibt es Tipps, sondern auch gegen die trübe Stimmung, die manchen im Winter überfällt. Die Plattform www.gofeminin.de erklärt, dass neben Bewegung, ausreichend Schlaf und vitaminreicher Ernährung vor allem Licht wichtig sei. Infolge des fehlenden Sonnenlichts im Winter sondere das Gehirn mehr Melatonin ab. „Dieses Schlafhormon macht den Körper lethargisch, sorgt für eine leicht reizbare Stimmung und bringt unsere innere biologische Uhr durcheinander.“

Fast jeder Zehnte hierzulande leide an einer Herbst-Winter-Depression. Dagegen könne eine tägliche Lichttherapie mit speziellen Tageslichtlampen helfen. Rund 30 bis 60 Minuten dauert das „Lichtbad“ – genug Zeit, um vom nächsten Sommer zu träumen.