Gesunde Haut von Kindesbeinen an

Beauty : Gesunde Haut von Kindesbeinen an

Babys und Kleinkinder sollten vor allem vor UV-Strahlen geschützt werden, denn ihre Haut ist besonders empfindlich.

Neugeborene kommen üblicherweise „eingecremt“ zur Welt. Sie sind mit der sogenannten Käseschmiere überzogen, einer wichtigen Schutzschicht, die eine Austrocknung im Fruchtwasser und bakterielle Infektionen verhindern soll und bei der Geburt als Gleitmittel dient. Die Haut darunter ist besonders zart, fünfmal dünner als bei Erwachsenen und sehr empfindlich.

„Babyhaut braucht Zeit, um ihr Gleichgewicht zu finden“, erklärt Dr. Uta Schlossberger. Nach Angaben der Hautärztin aus Köln dauert es rund zehn Jahre, bis Kinderhaut sich so weit entwickelt hat, dass sie ähnlich beschaffen ist wie die von Erwachsenen.

Anders als in früheren Zeiten raten Ärzte heutzutage nicht mehr zum täglichen Bad von Babys und Kleinkindern. „Einmal pro Woche in der Wanne genügt völlig, zu häufiges Baden strapaziert die Haut“, erklärt Schlossberger. Sie rät bei Säuglingen zu klarem Wasser, dem bei besonders trockener Haut ein wenig reines Pflanzenöl beigefügt werden kann. Ähnliches gilt fürs Haarewaschen: Einmal pro Woche und mit klarem Wasser am Anfang, sind die Haare bereits dicht gewachsen, darf ein Klecks mildes Shampoo verwendet werden.

Auch die Internetseite www.haut.de betont: „Nur so viel und so oft wie nötig.“ Das gelte bei den Kleinen nicht nur fürs Waschen, sondern auch fürs Eincremen. Für kleine Hautareale eigne sich eine Creme, für größere eine dünnflüssige Lotion. Beides sollte grundsätzlich nur dünn aufgetragen werden. Das ist auch für den Windelbereich ratsam, wo eine Creme mit guter Abdeckwirkung empfohlen wird.

Das Portal weist zudem auf einen weiteren Unterschied zwischen Baby- und Erwachsenenhaut hin: die Empfindlichkeit gegen UV-Strahlen. In den ersten zwölf Lebensmonaten sollten Kinder überhaupt nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Für das zweite Lebensjahr empfehlen die Experten einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 sowie kurze Aufenthalte an der Sonne mit Hut und langärmeliger Kleidung. In den strahlungsintensiven Mittagsstunden sollten die Kleinen im Schatten bleiben. Später ist der wiederholte Einsatz von wasserfesten Sonnenschutzmitteln sinnvoll.

Da Kinder oft viel Zeit im Freien verbringen, „bekommt ihr Körper bis zum 18. Lebensjahr durchschnittlich bereits mehr als 75 Prozent der Sonnenstrahlung ab, der man während des gesamten Lebens ausgesetzt ist“, berichtet das Internetportal. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöhe das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung.

Auch Uta Schlossberger rät jungen wie alten Patienten zum intensiven Sonnenschutz. Nicht nur um Krebs vorzubeugen, sondern auch als Anti-Aging-Maßnahme. Denn UV-Licht gilt als ein Hauptverursacher von Falten und anderen Alterungserscheinungen der Haut. Davor müssen gesunde Babys und Kleinkinder noch keine Angst haben. Ihre Haut ist rosig, prall und glatt. Trotzdem gibt es für sie spezielle Beauty- und Wellnessangebote. Hotels bieten unter anderem Massagen und pflegende Packungen für die jungen Gäste an.

Hier rät die Hautärztin zum gesunden Maß. Wenn sich Kinder dabei wohlfühlen, ihre Sinne bewusst wahrnehmen, etwa beim Bad mit fein riechenden Ölen, dann können sie dabei lernen, sich Gutes zu tun.

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