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Apfelwellness
Gesund und schön mit Äpfeln

Die gesunden Inhaltsstoffe des Apfels können die Haut von innen und von außen stärken.
Die gesunden Inhaltsstoffe des Apfels können die Haut von innen und von außen stärken. FOTO: Andrey Kiselev/ Fotolia / Andrey Kiselev
Saarbrücken. Das beliebteste Obst der Deutschen enthält viele Inhaltsstoffe, die auch für Kosmetikprodukte genutzt werden.

„Jeden Tag einen Apfel essen und du kannst den Doktor vergessen.“ So lautet eine freie Übersetzung des englischen Sprichwortes „An apple a day keeps the doctor away“. Wie viele Menschen sich hierzulande daran halten, ist nicht bekannt, doch zumindest zählt das Kernobst, für das nun hierzulande Erntesaison ist, zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Nach Angaben der Plattform www.deutsches-obst-und-gemuese.de isst jeder Deutsche im Durchschnitt 17 Kilogramm Äpfel pro Jahr – vermutliches einiges davon in Form von Apfelkuchen und Apfelmus.


Für die Ernährungsexperten der Internetseite ist die Frucht nicht nur ein „Tausendsassa in der Küche“, sondern auch sehr gesund: „Äpfel enthalten mehr als 30 Mineralstoffe, zudem Vitamine und Niacinsäure, die für den Stoffwechsel von zentraler Bedeutung sind.“

Kein Wunder, dass Äpfel zum Beautyfood zählen, jenen Lebensmitteln, die gut für Haut und Haar sind oder als natürliche Anti-Aging-Mittel Alterungserscheinungen vorbeugen oder verzögern können. Dass das Obst viele Vitamine und Spurenelemente enthält und die Haut vor Umwelteinflüssen schützen, betont die Internetseite www.beautypunk.de. „Esst pro Tag einen Apfel und ihr werdet nach drei Wochen eine positive Veränderung eurer Haut bemerken.“



Äpfel wirken nicht nur von innen, sondern auch äußerlich. Auf Apfelkosmetik setzt das Hotel Zum Stein in Wörlitz (Sachsen-Anhalt). Das Angebot reicht von Apfel-Rasul, einem altorientalischen Pflegezeremoniell mit Dampf, pflegenden Schlämmen, Seifenschaum und einem Apfel-Hagebuttenpeeling, über Apfel-Massagen bis zum Apfel-Molkebad, das Feuchtigkeit spenden und den Säureschutzmantel der Haut erhalten soll. Das Ergebnis: „Durch eine verbesserte Durchblutung erhält die Haut ihr gesundes und jugendliches Aussehen zurück. Sie fühlt sich sanft und geschmeidig an und bleibt es den ganzen Tag.“

Apfelwellness gibt es auch im Hotel Ebner’s Waldhof am See in Fuschl am See (Salzburg). Zur Pflege und Belebung der Haut werden hier Packungen, Stempel-Massagen und Gesichtsbehandlungen mit Apfel verwendet. In besonderem Maße soll der Schweizer Apfelsorte „Uttwiler Spätlauber“ die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Die Sorte Fuji, der weltweit am häufigsten angebaute Apfel, enthält nach Angaben des Hotels Wiesenhof in Meran (Italien) besonders viel Hyaluronsäure und wird dort deshalb in Form von Apfelöl für Massagen verwendet. Zudem kommt eine Apfelkosmetik-Pflegelinie zum Einsatz, die Wirkstoffe aus Südtiroler Äpfel enthält. Diese sollen auf die Haut dieselbe Frische und Lebendigkeit übertragen, „wie sie die Apfelblüte zeigt“.

Wer Wellness lieber in den eigenen vier Wänden genießt, kann dafür ebenso Äpfel verwenden. Anregungen dafür bietet die Internetseite www.natur-in-kosmetik.de, zum Beispiel eine Apfel-Maske: „Dafür wird ein Apfel gerieben und auf das Gesicht aufgetragen. Diese Rezeptur kann man natürlich noch ausbauen und weitere hautpflegende Stoffe hinzufügen, etwa Öl, Honig oder Quark. Jedoch ist schon der pure Apfel ein hervorragendes Hautpflege-Mittel.“ Außerdem gibt es ein Rezept für eine „Schönheitscreme mit Apfel und Ringelblume“, das allerdings Zutaten wie Apfel- und Ringelblumenöl sowie Apfel- und Ringelblumentinktur erfordert, deren Herstellung einige Wochen beansprucht oder die nicht alle einfach in Apotheke oder Reformhaus erhältlich sind.

Apfelöl kommt auch in der Aromatherapie zum Einsatz, meist in den Duftrichtungen „Grüner Apfel“, die erfrischend und belebend wirken soll, oder „Bratapfel“, die für Harmonien sorgen soll und in der Vorweihnachtszeit beliebt ist. Dafür ausschließlich ätherische und keine synthetischen Produkte zu verwenden, rät die Plattform www.gesundheit.de. Zudem sollten diese Öle nur verdünnt oder als Badezusatz mit natürlichen Emulgatoren wie Sahne, Milch oder Honig vermischt angewendet werden. Vorsicht sei zudem bei Säuglingen und Allergikern geboten.