Beauty: Frühlingsgefühle statt Frühjahrsmüdigkeit

Beauty : Frühlingsgefühle statt Frühjahrsmüdigkeit

() Mal Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen, mal nass-kalte Regentage: Der ständige Wetterwechsel im Frühling ist anstrengend. Zwar ist längst klar, dass die warme Jahreszeit begonnen hat, aber unser Körper muss sich erst daran gewöhnen.

„Der Organismus zeigt eine typischen Reaktion. Die Blutgefäße stellen sich weit, der Blutdruck sackt ab. Und das macht uns müde“, erklärt die Apotheken-Umschau. Zudem sei nach den langen Wintermonaten besonders viel vom Schlafhormon Melatonin im Blut.

Stärker von dem Phänomen betroffen sind wetterfühlige Menschen, Frauen häufiger als Männer sowie ältere Personen. „Je fitter man ist, desto besser kommt man meistens mit dem Wetterwechsel klar.“ Wer sich über mehrere Wochen oder ungewöhnlich stark erschöpft fühle, solle auf jeden Fall seinen Arzt um Rat fragen, denn dahinter könne auch eine ernsthafte Krankheit stecken.

Wer unter Frühjahrsmüdigkeit leide, solle sich nicht schonen. „Gehen Sie raus und gewöhnen Sie sich an die Temperaturen. Bewegen Sie sich dabei.“ Wichtig sei auch, möglichst viel Tageslicht zu tanken, das wirke als biologischer Wecker. Letzteres bestätigt Professor Andreas Matzarakis, Biometeorologe beim Deutschen Wetterdienst. Der Körper bilde mithilfe des Lichts Vitamin D, das nicht nur wichtig für den Knochenaufbau sei, sondern auch die Abwehrkräfte stärke. Es wird manchmal auch „Gute-Laune-Vitamin“ genannt, da es die Stimmung hebt.

Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung kann der Körper bei Sonnenlicht bis zu 80 Prozent seines Vitamin-D-Bedarfs selbst bilden. Den Rest könnten Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Lachs und Avocado liefern. Bunt wie die Frühjahrsblumen sollte nun auch der Speiseplan sein. „Wer abwechslungsreich isst, hat eine gute Chance, der Frühjahrsmüdigkeit zu entgehen“, erklären die Experten.

Gegen die Schlappheit sind auch Kräuter und Heilpflanzen gewachsen. Birke, Brennnessel und Löwenzahn, zum Beispiel als Tee eingenommen, empfiehlt die Internetseite www.heilkraeuter-hausapotheke.de. Ideal seien entgiftende Kräuter, bevorzugt solche, die im Frühjahr schon wachsen.

Ein eher unkonventioneller Tipp gegen Frühjahrsmüdigkeit stammt laut der Apotheken-Rundschau von niederländischen Wissenschaftlern: leidenschaftliches Küssen. Das stärke nicht nur das Immunsystem, sondern mache auch glücklich. Die Formel lautet also: Je mehr Frühlingsgefühle, desto weniger Frühjahrsmüdigkeit.

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