Die Zehn Goldene Regeln des Sauna-Bundes für erholsames Saunieren

Beauty : Deutscher Sauna-Bund gibt Tipps für erholsames Schwitzbaden

() Die Ursprünge der Sauna liegen in der Steinzeit. „Das Luftbad, in dem mittels erhitzter Steine geschwitzt wird, ist ein uraltes Kulturgut der Menschheit“, erklärt der Deutsche Sauna-Bund und verweist auf entsprechende Funde in Ostasien.

Von dort fand diese Art des Bades seinen Weg in viele Kulturen.

In Mitteleuropa gab es im Mittelalter öffentlich und private Badestuben, die als saunaähnliche Körper- und Gesundheitspflegestätten dienten. Darauf folgte von circa 1700 bis 1800 der „Untergang des Badewesens“, wie der Sauna-Bund berichtet. Eine Ursache war unter anderem die Übertragung ansteckender Krankheiten wie zum Beispiel Syphilis sowie „das Abgleiten der Bademoral beim gemeinschaftlichen Baden“, das die Kirche dazu veranlasste, das Nicht-Baden als „gottgefällig“ zu propagieren.

Erst in den 1920er-Jahren gab es in Deutschland wieder Saunaanlagen. Heute sind es nach Angaben des Vereins, der seit 70 Jahren besteht, rund 10 000 öffentliche und etwa 1,7 Millionen private Saunabäder sowie knapp über 5000 in Wellnesshotels.

Hierzulande gehen 26,7 Millionen Menschen in ihrer Freizeit häufig oder ab und zu in die Sauna oder ins Dampfbad. Das ergab eine Umfrage unter Bundesbürgern ab 14 Jahren der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse.

Damit das Schwitzbad zum erholsamen Erlebnis wird, hat der Deutsche Sauna-Bund zehn „Goldene Regeln“ formuliert. Rund zwei Stunden sollten für den Saunabesuch eingeplant werden. Er beginnt mit einer Dusche. Gründliches Abtrocknen danach fördert das Schwitzen ebenso wie ein warmes Fußbad.

Für den Aufenthalt in der Sauna gilt: „Er sollte kurz, die Wirkung aber intensiv sein.“ Die Dauer hängt immer vom persönlichen Wohlbefinden ab. Acht bis 15 Minuten sind nach Angaben des Sauna-Bundes dafür ausreichend. Erst legt sich der Saunabesucher auf ein ausreichend großes Tuch, in den letzten zwei Minuten setzt er sich, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.

Anschließend benötige der Körper Sauerstoff. Es geht zum Abkühlen an die frische Luft. Erst danach folgen ein kalter Guss mit dem Kneippschlauch oder unter der Schwallbrause, ein Sprung ins Tauchbecken und ein warmes Fußbad. Eine nochmalige Kaltwasseranwendung trainiere besonders intensiv die Blutgefäße und erhöhe die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers. Nach einer kleinen Ruhepause folgen ein bis zwei weitere Durchgänge.

Der Sauna-Bund empfiehlt, während des Saunabades nichts zu trinken, „da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt“ und danach auf sportliche Betätigung zu verzichten, um den Kreislauf zu schonen. Eine Massage könne hingegen zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende Wirkung noch verstärken.

Als „tolle Möglichkeit, dem Körper etwas Gutes zu tun“, bezeichnet Dr. Christian Alex, ärztlicher Berater des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, das Saunabaden. Unter anderem sei es ein gutes Training für Gefäße und Immunsystem. Anfängern rät er, immer die unterste Sitzbank zu wählen und den Aufguss zu meiden, damit es nicht zu heiß wird. Wichtig sei auch, vor dem Saunabesuch ausreichend zu trinken: „Der Körper verliert durch das Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralien. Am besten geeignet sind für den Ausgleich Mineralwasser oder Saftschorle.“

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