Bei der Handpflege hilft nicht nur eine Maniküre sondern auch Hausmittel

Beauty : Tipps für schöne und gepflegte Hände

Neben einer Maniküre und Cremes können auch Hausmittel und Ölbäder für streichelzarte Haut sorgen.

Gepflegte Hände gehören zu einem gepflegten Erscheinungsbild, sagt die geprüfte Fachkosmetikerin Angelika Baur-Schermbach. Sie ist Inhaberin eines Kosmetikstudios in München und Mitglied im Kompetenzteam des Deutschen Wellness Verbandes. „Neben dem Gesicht schaut man seinem Gegenüber auf die Hände. Sie sind die Visitenkarten eines Menschen und sagen sehr viel darüber aus, wie viel Wert die Person auf ihr Äußeres legt“, betont Baur-Schermbach.

Nicht nur in ihrem Kosmetikstudio zählt eine Maniküre zum Standardangebot. Das Wort hat sich aus dem lateinischen Begriff „Manus“, auf Deutsch „die Hand“, entwickelt. Zu Beginn stehe immer ein Gespräch mit dem Gast, erläutert die Expertin den Ablauf. Dabei wird erfragt, welche Länge und Form die Nägel haben sollen. Es folgen die Desinfektion der Hände, das Kürzen der Nägel und ein Handbad, damit die Nagelhaut einfacher zurückgeschoben oder entfernt werden kann. Nachdem die Oberflächen der Nägel geglättet und poliert worden sind, gibt es zum Abschluss Nagelöl und Handcreme sowie eine Massage, damit die Pflege gut einziehen und wirken kann. Auf Wunsch werden die Nägel noch lackiert.

Handcreme ist auch Teil von Angelika Baur-Schermbachs persönlichen Verwöhnprogramm für die Hände. Diese müsse nährend sein, jedoch auch schnell einziehen, damit „man kein klebriges Gefühl an den Händen hat“. Der Tipp der Kosmetikerin: Die Handcreme abends dick auftragen, Baumwoll-Handschuhe darüberziehen und über Nacht einwirken lassen. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und die Wirkstoffe können gut einziehen.

Dass das Eincremen der Hände in der kalten Jahreszeit besonders wichtig ist, ist auch Credo auf der Internetplattform dr-gumpert.de . Die Internetseite des Arztes Nicolas Gumpert bietet medizinisches Wissen aus allen Fachgebieten, darunter auch Dermatologie. „Hände stellen die empfindlichste Stelle am Körper dar, da sie viel in Gebrauch und vielen Umweltfaktoren ausgesetzt sind“, heißt es dort. Trockene und rissige Haut sei ein häufiges Problem, gerade in den kalten Wintermonaten. Zum einen entzieht die trockene Heizungsluft der Haut Feuchtigkeit, zum anderen sorgt die Kälte dafür, dass die Talgdrüsen weniger Fett produzieren. Zudem verengen sich bei niedrigen Temperaturen die Blutgefäße. Dadurch werden die Hände schlechter mit Nährstoffen versorgt.

Und auch das häufige Händewaschen, das in der kalten Jahreszeit besonders wichtig ist, um Infektionen vorzubeugen, ist schädlich: Es laugt die Haut aus und greift ihren Säureschutzmantel an. Stress, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Alkohol, Nikotin sowie Vitamin- und Mineralienmangel können ebenso Ursachen für trockene Hände sein.

Die Macher der Internetseite dr-gumpert.de empfehlen eine Feuchtigkeitscreme und im Winter eine fettreiche Pflege: „Vor allem Produkte, die Olivenöl oder Nachtkerzenöl enthalten, eignen sich für die Behandlung.“ Das gilt auch für Urea (Harnstoff), da er Feuchtigkeit spenden und Wasser in der Haut binden kann. Bei rissigen Händen seien Cremes mit Dexpanthenol nützlich.

Die Experten raten zudem, bei Kälte immer Handschuhe zu tragen und zum Händewaschen lauwarmes Wasser und eine möglichst ph-neutrale Seife zu verwenden.

Hilfreich können auch Hausmittel sein, zum Beispiel Ringelblumensalbe, ätherisches Salbeiöl, Vaseline oder eine Mischung aus zwei Teelöffeln frisch gepressten Zitronensaft und zwei Esslöffeln Honig. Sie sollte mehrmals täglich großzügig auf die Hände aufgetragen und nach fünf Minuten Einwirkzeit abgewaschen werden.

Für streichelzarte Hände sorgen auch Ölbäder mit Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl. Nach wenigen Minuten können die Überreste in die Hände einmassiert werden. Das habe nicht nur eine pflegende, sondern auch eine entspannende Wirkung, sagt die geprüfte Fachkosmetikerin Angelika Baur-Schermbach. „Dabei werden mit Kreis- und Druckbewegungen die Reflexzonen an den Händen stimuliert.“

Eine ausführliche Anleitung für eine Handmassage gibt es unter www.rundumgesund.de. Sie beginnt mit dem Ausstreichen der Hände und Finger, das auch in drehenden und wellenförmigen Bewegungen ausgeführt werden kann. Anschließend werden nacheinander Finger, Handfläche und Handrücken ausgiebig massiert. Zum Schluss erfolgen abermaliges Ausstreichen und eine Ruhezeit, damit die Massage nachwirken kann.

www.rundumgesund.de

www.dr-gumpert.de

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