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Sport ist gut für Herzpatienten

Berlin. Ein medizinisch kontrolliertes Training kann die Wirkung der Medikamente unterstützen.

(np) Patienten, die an Herzinsuffizienz leiden, können sich mit einem medizinisch kontrollierten Sportprogramm Gutes tun, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK). Eine Bewegungstherapie könne zusätzlich zu Medikamenten zu einer Entlastung des Herzens führen. Allerdings sei zunächst eine umfassende medizinische Untersuchung nötig. Weil ein Ausdauertraining und ein sogenannntes Hochintensiv-Intervalltraining zu ähnlichen Ergebnissen führten, empfiehlt Professor Rainer Hambrecht von der DGK das für Patienten einfachere Ausdauertraining. „Dabei wird vier bis fünf Mal pro Woche trainiert.“ Für das ärztlich überwachte Training seien Herzsportgruppen oder speziell zertifizierte Sportstudios ideal.


Auch die Ernährung habe Auswirkungen auf den Verlauf der Krankheit, erklärt die Gesellschaft für Kardiologie. Die Mittelmeer-Küche mit viel Obst und Gemüse sei für Herzpatienten optimal. Aus wissenschaftlichen Studien sei auch bekannt, dass Menschen, die täglich einen Esslöffel Olivenöl oder Walnüsse essen, seltener Herzprobleme haben. Die Salzmenge müsse auf maximal sechs Gramm pro Tag beschränkt, Alkohol dürfe nur in minimalen Mengen getrunken werden.