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Wissen: Raumfahrt-Ingenieure schicken einen Maulwurf zum Mars

Wissen : Raumfahrt-Ingenieure schicken einen Maulwurf zum Mars

(np) Wenn die Sonde Insight der US-Raumfahrtagentur Nasa am 28. November am Äquator des Mars niedergeht, beginnt ein neues Kapitel in der Erforschung des Roten Planeten. An Bord von Insight reist ein mechanischer Maulwurf mit, den Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konstruiert haben. Mit dem HP3 genannten Bohrgerät soll gewissermaßen die bergmännische Erkundung unseres Nachbarplaneten beginnen. Der innere Aufbau des Mars sei bisher nur in groben Zügen bekannt, erklärt Professor Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung.

(np) Wenn die Sonde Insight der US-Raumfahrtagentur Nasa am 28. November am Äquator des Mars niedergeht, beginnt ein neues Kapitel in der Erforschung des Roten Planeten. An Bord von Insight reist ein mechanischer Maulwurf mit, den Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konstruiert haben. Mit dem HP3 genannten Bohrgerät soll gewissermaßen die bergmännische Erkundung unseres Nachbarplaneten beginnen. Der innere Aufbau des Mars sei bisher nur in groben Zügen bekannt, erklärt Professor Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung.

Zentraler Bestandteil des HP3-Experiments ist eine Rammsonde, die sich mit einem elektrisch angetriebenen Hammerschlagmechanismus über mehrere Wochen Zentimeter für Zentimeter in den Marsboden bohren wird. Die Sonde solle so vollautomatisch fünf Meter tief in den Boden gehämmert werden, um Daten über dessen Aufbau zu gewinnen, erklärt das DLR. Die Messfühler sollen anschließend zwei Jahre lang Daten zu Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Marsbodens liefern. Aus diesen Daten hoffen die Wissenschaftler, Informationen über die Struktur  des Planeten gewinnen zu können. Sie wollen unter anderem herausfinden, ob unser Nachbar im All noch einen heißen, flüssigen Kern wie die Erde hat.

Die Insight-Sonde wird mit einer Geschwindigkeit von über 20 000 Kilometern pro Stunde in flachem Winkel in die Marsatmosphäre eintreten. Nur sieben Minuten später soll sie dann an einem Fallschirm landen.

Insight startete am 5. Mai mit einer Atlas-Rakete im kalifornischen Vandenberg. Die rund 650 Millionen Euro kostende Mission soll zwei Jahre dauern. Die Forscher erhoffen sich Informationen darüber, wie sich auf dem Mars Gebirge bilden, zum Vulkanismus und zu  Erdbeben.