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Lützerath: Angriff auf Polizei - Räumung wochenlang stoppen

Mindestens sechs Wochen! So lange wollen die Aktivisten des Aktionsbündnisses „Lützerath unräumbar“ die Räumung des von Abriss bedrohten Dorfes durch die Polizei verhindern. Und dafür wurde am Sonntag schonmal trainiert. Die Umweltaktivisten zeigen sich enttäuscht, insbesondere von den Grünen. Hatten doch die von ihnen geführten Wirtschaftsministerien in Nordrhein-Westfalen und in Berlin dem Abriss der Siedlung zugestimmt - als Teil einer Kompromisslösung mit dem Energieunternehmen RWE. Von einer Unterstützung durch die Umweltpartei sei auf dem besetzten Gelände nichts zu spüren.

O-TON Luisa Neubauer, Klimaaktivistin: „Das machen die Grünen gerade nicht, also machen wir das. Und an der Stelle sind dann im Zweifel auch die Parteifarben egal, das Klima ist viel größer als eine Partei und als eine Regierung, es geht hier um alles, was uns lieb und teuer ist und dafür braucht es im Endeffekt immer wieder, das sehen wir ja gerade, uns Menschen.“ Der Energiekonzern RWE will das zu Erkelenz gehörende Dorf abreißen, um die darunter liegende Kohle abzubaggern. Rund 700 Klimaaktivisten halten den Ort jedoch besetzt. Mit dem Beginn der Räumung wird in der kommenden Woche gerechnet. Einen Vorgeschmack darauf gab es schon am Sonntagabend. Nach Angaben der Polizei kam es auf dem Gelände zu Ausschreitungen und Steinwürfen auf Polizisten sowie Sicherheitskräfte. Eine Person wurde festgenommen.

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