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Flugzeug mit Elektromotor

Luftfahrt : Das Flugzeug der Zukunft fliegt mit Elektroantrieb

(np) Die Zahl der Passagiere im weltweiten Flugverkehr dürfte sich in 20 Jahren mehr als verdoppeln. Und der Flugverkehr hat nach Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) stärkere Auswirkungen auf das Klima als bislang angenommen.

Auf der Suche nach klima­freundlichen Methoden, Passagiere zu befördern, spielt auch der Elektronantrieb für Propellermaschinen eine Rolle. DLR-Ingenieure untersuchen, wie das E-Flugzeug der Zukunft aussehen könnte.

„Das E-Flugzeug der Zukunft wird anders aussehen, als das was wir bisher kennen“, sagt Martin Hepperle vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. Während beim Düsenantrieb der Trend zu wenigen, großen Triebwerken geht, setzt der DLR-Ingenieur beim Elektroantrieb auf viele kleine Propeller, die über die gesamte Tragfläche verteilt werden. Viele kleine Propeller sorgten für mehr Auftrieb, die Flügelfläche könne verkleinert werden, das spare Energie.

Ein Flugzeug könne über Triebwerke an den Flügelenden zusätzlich gelenkt werden. Das Seitenleitwerk müsse dann nicht mehr so stark ausgleichen. Die Maschine könne kleiner, leichter und damit widerstandsärmer sein.

Man müsse bei den möglichen Einsparungen aber realistisch denken. Mehr als zehn Prozent seien bei einem Regionalflugzeug nicht zu erwarten. Denn die größte Herausforderung elektrischer Antriebe bleibe der Energiespeicher. Heutige Batterien seien zu schwer und nur für kleine Sportflugzeuge in absehbarer Zeit eine praktikable Lösung. Wasserstoff-Brennstoffzellen seien teuer und kompliziert. Als Übergangslösung sieht Hepperle einen Hybridantrieb, bei dem der Strom in einer mit Kerosin betriebenen Turbine erzeugt wird. Ein elektrisch angetriebenes Regionalflugzeug könne mit dieser Technik 100 Passagiere bis zu 2000 Kilometer weit transportieren.