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Herzschwäche
Die Waage warnt vor einer Herzschwäche

Berlin. Zu den Alarmzeichen der tückischen Krankheit gehört eine plötzliche Zunahme des Gewichts, erklärt die Deutsche Herzstiftung.

(np) Die Diagnose „Herzschwäche“ zählt zu den häufigsten Ursachen für eine Krankenhausbehandlung in Deutschland. In jedem Jahr kommen über 440 000 Patienten mit dieser Diagnose in eine Klinik, berichtet die Deutsche Herzstiftung. Völlig überraschend ereigne sich solch ein solcher Anfall in vielen Fällen allerdings nicht. Es gebe eine Reihe ganz konkreter Warnsignale. Dazu gehörten Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, zum Beispiel an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum.



„Diese Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilogramm in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, erklärt Professor Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Auch wer bei sich eine zunehmende Kurzatmigkeit bemerke oder in der Nacht wiederholt wegen Atemnot aufwache, sollte einen Arzt zu Rate ziehen.

Die Gründe, warum ein geschwächtes Herz plötzlich entgleist, seien vielfältig, berichtet die Herzstiftung. Fehler bei der Einnahme von Medikamenten könnten eine Rolle spielen. Auch nicht bedachte Wechselwirkungen mehrerer Mittel kämen als Ursache in Frage. Und schließlich könne auch eine sogenannte  Bluthochdruckkrise eine Rolle spielen. In diesem Fall müsse ein Patient in der Regel sofort in einem Krankenhaus behandelt werden. Gefährlich sei auch die Kombination eines geschwächten Herzens und einer Lungenentzündung.

Um sich vor einem gefährlichen Verlauf der Herzkrankheit zu schützen, empfiehlt die Herzstiftung Patienten mit Herzschwäche die regelmäßige  Grippeimpfung. Aber auch wer zu viel Salz isst oder mehr als zwei Liter pro Tag trinkt, könne auf diese Weise eine Herzschwäche verstärken. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt die Herzstiftung im Internet.

www.herzstiftung.de/



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