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Die Brennstoffzelle wird die Batterie überflügeln

Das Forschungszentrum Jülich hält Wasserstoff auf lange Sicht für den kostengünstigsten Energieträger für das Elektroauto.
Das Forschungszentrum Jülich hält Wasserstoff auf lange Sicht für den kostengünstigsten Energieträger für das Elektroauto. FOTO: Daimler-Benz / Daimler AG, press department
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(np) Das Auto der Zukunft fährt elektrisch. Doch bisher ist unklar, wie der Strom für den Elektromotor erzeugt und gespeichert werden soll. Es konkurrieren die Batterie, die regelmäßig ans Stromnetz angeschlossen werden muss, und die Brennstoffzelle, die Wasserstoff von einer Tankstelle benötigt.


Welche Technik das Rennen machen dürfte, hat nun das Forschungszentrum Jülich untersucht. Seine Analyse kommt zum Ergebnis, dass das Wasserstoffauto auf lange Sicht die günstigere Alternative darstellt. Doch beide Technologien seien notwendig, um die Verkehrswende zu meistern.

Die Studie aus Jülich simuliert eine Entwicklung, an deren Ende bis zu 20 Millionen Elektrofahrzeuge stehen – das ist knapp der Hälfte des heutigen Bestands. Am Anfang seien die Kosten für batteriebetriebene Autos niedriger. Bei einigen hunderttausend Fahrzeugen unterscheide sich der finanzielle Aufwand beider Systeme kaum. Wenn viele Millionen Autos versorgt werden müssen, sei ein Ladesäulen-Netz mit über 50 Milliarden Euro allerdings teurer als ein Netz von Wasserstoff-Tankstellen. Es dürfte zehn Milliarden Euro weniger kosten.

Weil beide Technologien derzeit ganz am Anfang stehen, sei es von zentraler Bedeutung, die Kosten der zukünftigen Infrastruktur frühzeitig zu kalkulieren. „Setzen wir von Anfang an alles auf nur eine Karte, dürfte es schwierig werden, das System umzustellen, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern“, warnt Martin Robinius vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung.