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Umwelt
Auf der Spuren des Plastikmülls

Leipzig. (np) Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Ozeanen. Im Jahr 2050 könnte erstmals mehr Plastikmüll als Fisch im Meer schwimmen, warnen Wissenschaftler. Präzise Daten dazu gibt es allerdings kaum.

Das Umweltbundesamt geht in einer Analyse davon aus, dass sechs bis zehn Prozent der weltweiten Kunststoffproduktion irgendwann im Meer enden. Selbst in der Tiefsee wird Plastikmüll gefunden, warnt das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Das Plastikmaterial werde vor allem über große Flüsse ins Meer geschwemmt, berichtet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Es hat berechnet, dass die zehn Flusssysteme mit der weltweit höchsten Plastikfracht – acht in Asien, zwei in Afrika – für 90 Prozent der Verschmutzung der Meere sorgen. Es wäre damit schon sehr viel erreicht, wenn es gelänge, diese Menge nur zu halbieren.