Wie Ihr Kind beim Friseur still sitzt

Wie Ihr Kind beim Friseur still sitzt : Wie Ihr Kind gerne zum Friseur geht

Viele Eltern kennen das: Da hat man das liebste Kind auf Erden – bis man einen Termin beim Friseur ausmacht. Da können die kleinen Engel schnell ungeduldig werden.

Still sitzen ist nicht gerade die höchste Kompetenz von Kindern. Zu gerne lässt der Nachwuchs die Aufmerksamkeit schweifen, schaut nach hier, dreht den Kopf nach dort. Muss man doch mal ruhig bleiben, stellt sich schnell Langeweile ein, der Körper wird müde und ein kurzes Nickerchen droht. Gerade beim Friseurbesuch kommen diese Voraussetzungen nicht gerade gelegen – muss doch für den perfekten Schnitt ein gewisses Maß an Disziplin her. Um dem vorzubeugen, haben sich einige Friseure kreative Lösungen überlegt.

Generell gilt natürlich, dass es Kinder gibt, die einen Friseurbesuch gerne auf sich nehmen – und welche, die das überhaupt nicht mögen. Manch ein Junge oder Mädchen wehrt sich mit Händen, Füßen und lauter Stimme gegen den Schnitt. Denn manches Kind sieht seine Haarpracht als Teil seines Körpers. Deswegen muss man mit Schmerzen beim Schneiden rechnen, so die Kinder-Logik. Anderer Nachwuchs wiederum sieht Schere und andere Werkzeuge als potenzielle Gefahr. Der Friseur sollte auf die Ängste der Kinder eingehen, freundlich, gelassen und geduldig mit ihnen umgehen. Hier kann es helfen, wenn sich das Kind auf den Schoss von Mutter oder Vater setzt, um die Angst zu minimieren, so die Fachkräfte in Ihrer Nähe.

Was fast immer funktioniert, ist die Belohnungsmethode. Ein paar Gummibärchen können dabei wahre Wunder bewirken.

Die Fachleute raten auch dazu, dem Kind bereits zu Hause zu erklären, was im Friseursalon passieren wird. Pädagogisch kann man den Kleinen beispielsweise beibringen, dass Haare immer nachwachsen und ab und zu geschnitten werden müssen. Um ihm im Salon ein besseres Sicherheitsgefühl zu geben, kann man auch ein Lieblingsbuch oder Spielzeug mitbringen. Gut funktioniert es auch oft, wenn die Eltern gleich einen Termin zum Schneiden mitbuchen und das Kind so mitbekommt, dass Haareschneiden nichts Schlimmes ist.

Viele Friseurgeschäfte sind natürlich bereits auf das Thema still sitzen vorbereitet. So sind die Fachkräfte hier besonders verständnisvoll, geduldig und beschäftigen sich extra mit dem Kind. So baut man in kurzer Zeit eine Beziehung auf und der Nachwuchs fühlt sich gleich viel wohler. Auf diese Weise bauen die Friseure Ängste ab und schaffen eine angenehme Atmosphäre.
Eine kinderfreundliche Umgebung schaffen die Salons auch auf andere Art. So gibt es Geschäfte, die extra eine Spielecke eingerichtet haben. Kindersitze zum höheren Sitzen, freundliche Poster mit bunten Motiven oder auflockernde Accessoires wie farbenprächtige Vorhänge tragen ebenfalls zum Wohlfühlen bei. Die Friseure in Ihrer Umgebung sind prächtig auf den Besuch Ihres Kindes vorbereitet. PR/bo

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