Vorsicht bei Gutscheinen Worauf Sie beim Weihnachtseinkauf achten sollten – Tipps von Experten

Saarbrücken · Beim Weihnachtsshopping gibt es einige Fallstricke Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Geschenke rechtzeitig bekommen.

Vorsicht bei Gutscheinen​: Worauf Sie beim Weihnachtseinkauf achten sollten​
Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam

Noch schnell vor Heiligabend in die Stadt gehen oder im Internet stöbern, um das letzte Weihnachtsgeschenk zu ergattern. Dürfte eigentlich kein Problem sein. Oder etwa doch? Darauf sollten Sie jetzt achten:

„Wenn Verbraucher ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen wollen, sollte sie diese früh bestellen, damit alles rechtzeitig zum Fest da ist“, erklärt Désirée Fuchs, Juristin der Verbraucherzentrale Saarland. Wenn die Lieferung auf sich warten lasse, sollten Kunden eine Frist setzen, binnen derer die Ware da sein soll. „Hält der Händler diese nicht ein, können Käufer vom Vertrag zurücktreten“, so die Expertin.

Gutscheine zu Weihnachten: Das sollten Sie beachten

Ein weiterer Tipp der Verbraucherschützer: „Gutscheine sind eine schöne Geschenkidee. Aber Käufer sollten beim Erwerb eines Gutscheins darauf achten, wie lange er im Geschäft angenommen wird. Und sie sollten sich erkunden, ob er auch in Teilbeträgen eingelöst werden kann“, betont Désirée Fuchs.

Für Gutscheine gelte zudem in der Regel die allgemeine Verjährungsfrist. Das heißt: Sie verfallen nach drei Jahren. Gutscheine können auch mit einer kürzeren Frist ausgestellt werden, eine zu knapp bemessene Frist ist allerdings unwirksam. Verfällt der Gutschein schon vor Ablauf der Verjährungsfrist von drei Jahren, können Kunden ihn zwar nicht mehr einlösen, haben aber einen Anspruch darauf, dass ihnen der notierte Geldwert – gegebenenfalls abzüglich des entgangenen Gewinns des Händlers – innerhalb der dreijährigen Verjährungszeit erstattet wird. Gutscheine können auch schrittweise eingelöst werden – wenn dies für den Händler zumutbar ist und keinen Verlust bedeutet, erklärt die Verbraucherzentrale Saarland.

Lieferzeiten beim Weihnachtsshopping

Und welche Regeln gelten, wenn das im Netz gekaufte Geschenk nicht rechtzeitig ankommt? Auch hier weiß die Verbraucherzentrale, was zu tun ist: Online-Händler müssen die Lieferzeit zu jeder Ware angeben – und sich dann auch an den versprochenen Termin halten.

Gibt es Probleme mit der rechtzeitigen Lieferung zum angegebenen Zeitpunkt, müssen Kunden nicht tatenlos darauf warten: Sie sollten eine Frist setzen, binnen derer die Ware da sein soll. Hält der Händler auch diese nicht ein, können Käufer vom Vertrag zurücktreten. Eine Ausnahme sind allerdings Smartphone-Verträge mit Gerät: „Da muss jeder Einzelfall geprüft werden“, gibt die Verbraucherzentrale zu bedenken.

Zahlreiche weitere Fragen rund ums Thema Weihnachtsshopping beantworten die Juristinnen Désirée Fuchs und Elif Tanto von der Verbraucherzentrale Saarland in ihrem kostenlosen Online-Vortrag am 4. Dezember, 11 Uhr. Das Vortragsthema lautet „Sicheres Weihnachtsshopping“. Dabei geht es unter anderem um Themen wie: Welche Fristen gelten beim Online-Einkauf und im Einzelhandel? Kann man Geschenke bei Nichtgefallen zurückgeben? Welche Fallen lauern hier?

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