„Kochfeld glänzt wie neu“ Dieser günstige Ceranfeld-Reiniger beeindruckt die Test-Experten

Service · Stiftung Warentest hat mehrere Glaskeramik-Reiniger getestet und dabei einen überragenden Preis-Leistungs-Sieger ermittelt. Erfahren Sie, welcher Reiniger hartnäckige Kochfeld-Verschmutzungen effektiv entfernt und dabei günstig ist.

 Glaskeramik-Reiniger enthalten Scheuermittel, die Verkrustetes lösen, aber zugleich keine Kratzer in der Herdplatte verursachen. (Symbolbild)

Glaskeramik-Reiniger enthalten Scheuermittel, die Verkrustetes lösen, aber zugleich keine Kratzer in der Herdplatte verursachen. (Symbolbild)

Foto: picture alliance/dpa/Stiftung Warentest
  • Stiftung Warentest hat 16 Reiniger für Glaskeramik-Kochfelder getestet.
  • Der Testbericht fällt insgesamt positiv aus.
  • Die Hälfte der Ceranfeld-Reiniger enthält umstrittenes Mikroplastik.
  • Hinweis: Die angegebenen Preise für die Testsieger und den Preis-Leistungs-Tipp sind die günstigsten Onlinepreise. Diese wurden am 9. Juli 2024 über ein Preisvergleichsportal ermittelt.

Beim Kochen können sich übergekochtes Wasser, Fettspritzer und Lebensmittelreste auf dem Kochfeld einbrennen. Besonders bei Glaskeramik-Kochfeldern führen diese zu unschönen metallisch-schimmernden oder krustigen Flecken. Kochfeld-Reiniger versprechen eine schnelle und unkomplizierte Reinigung, die die Oberfläche schonend von Verschmutzungen und Eingebranntem befreit.

Diese Reiniger enthalten spezielle Inhaltsstoffe, die Fett, eingebrannte Rückstände und andere Verschmutzungen leicht lösen können. Sie sind in verschiedenen Formen wie Flüssigkeit, Paste oder Putzstein erhältlich. Wie gründlich und schonend diese Produkte tatsächlich reinigen, hat Stiftung Warentest untersucht.

Kochfeld-Reiniger im Test: So ging Stiftung Warentest vor

Stiftung Warentest hat insgesamt 16 Glaskeramikreiniger auf ihre Wirksamkeit und Inhaltsstoffe überprüft. Darunter befinden sich 14 flüssige Reiniger, eine Paste und ein Putzstein. Zusätzlich wurde herkömmliche Scheuermilch getestet. Um die Effektivität der Reinigungsmittel zu bewerten, wurden sie typischen Herausforderungen auf dem Herd ausgesetzt, wie etwa eingebrannter Bratensoße, passierten Tomaten und übergekochtem Reis.

Die Reinigungsleistung machte 60 Prozent der Gesamtbewertung aus. Weitere wichtige Testkriterien waren die Materialschonung (10 Prozent) sowie die Umwelteigenschaften und Handhabung (jeweils 15 Prozent). Sogenannte Glaskeramikfelder sind auch als Ceranfelder bekannt, ein geschützter Markenname der Firma Schott, weshalb nur entsprechende Glaskeramikfelder diesen Namen tragen dürfen.

Testsieger bei Cerankochfeld-Reinigern: Preise 2024 im Überblick

Der Testbericht von Stiftung Warentest fällt größtenteils positiv aus: Drei der insgesamt 16 getesteten Glaskeramikreiniger erhielten die Bewertung „sehr gut“, während acht weitere Produkte mit „gut“ abschnitten. Kritik gab es jedoch für das enthaltene Mikroplastik, das in der Hälfte der geprüften Reiniger nachgewiesen wurde. Hier sind die beiden Testsieger:

  • Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff Clean Kochfeld-Reiniger – Note: „sehr gut (1,4)“ – Preis pro 100 Milliliter: 5,28 Euro
  • Miele Glaskeramik und Edelstahlreiniger – Note: „sehr gut (1,5)“ – Preis pro 100 Milliliter: 5,98 Euro

Das ist der Preis-Leitungs-Tipp 2024

Der Reiniger von Heitmann überzeugte im Test mit einer hervorragenden Reinigungsleistung und erhielt dafür die Note „sehr gut“ (1,5). In puncto Materialschonung erzielte er sogar die Traumnote „sehr gut“ (1,0). Lediglich bei den Umwelteigenschaften schnitt er etwas schlechter ab und wurde mit „gut“ (1,8) bewertet. Dadurch blieb ihm der alleinige Testsieg verwehrt, den stattdessen der „Bosch etc. Clean Kochfeld-Reiniger“ errang. Trotz dieser kleinen Schwäche bleibt der Heitmann-Reiniger eine wesentlich günstigere Wahl und damit für preisbewusste Verbraucher interessant.

  • Heitmann Glaskeramik und Edelstahl Reiniger 3 in 1 – Note: „sehr gut (1,5)“ – Preis pro 100 Milliliter: 0,79 Euro

Mikroplastik und wirkungslos gegen Schmutz – das sind die Testverlierer

Mikroplastik besteht aus winzigen, unlöslichen Kunststoffpartikeln, die zum Scheuern verwendet werden und nicht biologisch abbaubar sind. Wegen ihrer schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt sind diese Partikel seit einiger Zeit umstritten. Die gute Nachricht: Auch Produkte ohne Mikroplastik konnten im Test überzeugen und reinigten so gründlich und schonend, dass das Kochfeld wie neu glänzt.

Der Testverlierer ist der Reiniger von Mr. Muscle. Obwohl er frei von Mikroplastik ist, kann er gegen Schmutz auf der Herdplatte kaum etwas ausrichten und erhielt daher die Gesamtbewertung „ausreichend (3,6)“. Die Reinigungspaste und der Putzstein schnitten ebenfalls nur „befriedigend“ ab.

Effektiv und umweltschonend: So reinigen Sie Ihr Kochfeld richtig

Wenn beim Kochen etwas daneben geht, empfiehlt Stiftung Warentest, den ersten Schmutz mit einem Lappen oder Metallschaber zu entfernen. Anschließend lässt sich Eingebranntes vorsichtig mit einer sauberen Klinge abkratzen. Sobald das Kochfeld abgekühlt ist, kann der Reiniger verwendet und mit einem Küchenpapier verteilt werden. Nachdem sich der Schmutz gelöst hat, lassen sich die Reste mit einem feuchten Tuch entfernen.

Zum Schluss sollte gründlich nachgewischt werden, um sicherzustellen, dass keine Rückstände des Reinigers auf der Oberfläche bleiben. Die Verbraucherorganisation rät der Umwelt zuliebe, ein Papiertuch zu verwenden, das im Müll entsorgt werden kann, um das Abwasser nicht zu belasten.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde seit seiner Erstveröffentlichung am 13. August 2023 aktualisiert und überarbeitet.