Top oder Flop? Stiftung Warentest kürt bestes Kindershampoo – günstiges ist Spitzenreiter

Service · Stiftung Warentest hat 13 Kindershampoos unter die Lupe genommen – mit überraschenden Ergebnissen. Lesen Sie, warum das teuerste Produkt am schlechtesten abschneidet und welche Shampoos die Haare Ihrer Kinder optimal pflegen.

Stiftung Warentest prüft Kindershampoo – günstiges ist Spitzenreiter ​
Foto: IMAGO/Westend61/IMAGO/Anastasiya Amraeva
  • Stiftung Warentest testete 13 Shampoos für Kinder.
  • Viele Kindershampoos schneiden im Testbericht „gut“ ab.
  • Das teuerste Produkt landet auf dem letzten Platz.

Das Haarewaschen gehört in den meisten Familien vermutlich sowohl für Kinder als auch für Eltern nicht gerade zu den beliebtesten Aufgaben. Nicht selten beschweren sich die Kleinsten über brennende Augen, während die Eltern versuchen, ihnen die Haare auszuwaschen. Und auch das unangenehme Ziepen beim anschließenden Kämmen sorgt unter Umständen für Tränen. Viele Hersteller werben damit, genau das zu verhindern. Stiftung Warentest hat überprüft, welche Shampoos dieses Versprechen halten können.

Kindershampoo im Friseurtest: So ging Stiftung Warentest vor

Insgesamt 13 Kindershampoos zwischen 22 Cent und 13 Euro pro 100 Milliliter nahm Stiftung Warentest unter die Lupe. Bei vier Shampoos handelte es sich um zertifizierte Naturkosmetikprodukte. Das Gesamturteil setzt sich aus fünf Kategorien zusammen. 20 Testpersonen mit kinderähnlicher Haarstruktur probierten die Shampoos aus. Anschließend bewerteten Friseurinnen die Pflegeeigenschaften (45 Prozent) der Kindershampoos, darunter Entwirrbarkeit, Kämmbarkeit, Geschmeidigkeit, Volumen oder Glanz.

In der Kategorie Anwendung (15 Prozent) beurteilten die Friseurinnen unter anderem die Konsistenz, Verteilbarkeit und Auswaschbarkeit. Zusätzlich überprüfte Stiftung Warentest mittels eines Testmodells die Augen- und Schleimhautverträglichkeit (20 Prozent). Die Nutzerfreundlichkeit der Verpackungen (20 Prozent) floss ebenfalls in die Gesamtwertung ein. Mehrere Experten überprüften zudem die Deklaration und Werbeaussagen (15 Prozent) auf Vollständigkeit, Leserlichkeit und Richtigkeit.

Sanft zu den Augen und optimale Kämmbarkeit: Das sind die Testsieger

Acht der 13 Shampoos schnitten im Testbericht mit einem „guten“ Gesamturteil ab. Neun Shampoos waren außerdem „mild zu Augen und Schleimhäuten“. Trotz der Tatsache, dass der Testsieger von Garnier „schwer abbaubare Polymere“ enthält, ist das Shampoo vor allem für langes Haar geeignet und überzeugte durch „optimale Kämmbarkeit“.

  • Gut (1,8): Garnier Wahre Schätze für Kinder, Mildes 2 in 1 Shampoo, Aprikose & Baumwollblüte, 1,04 Euro* pro 100 Milliliter
  • Gut (1,9): Schwarzkopf Schauma Kids Shampoo & Balsam, 1,05 Euro* pro 100 Milliliter

*günstigster Online-Preis am 18.11.2023

Wer Polymere vermeiden möchte, kann stattdessen auf die günstigsten Shampoos von Balea (dm) und Isana (Rossmann) zurückgreifen, die ebenfalls „gut“ abschneiden. Eine weitere positive Nachricht: Nach Angaben der Hersteller enthielt keines der Kindershampoos Silikone, auch kritische Duftstoffe wiesen die Experten nicht nach.

Stiftung Warentest: Naturkosmetische Shampoos überzeugen nicht

Die fünf schlechtesten Kindershampoos erhalten im Testbericht ein „befriedigendes“ Gesamturteil. Besonders ärgerlich: Mit dabei sind drei der vier naturkosmetischen Produkte, die in der Kategorie „Augen- und Schleimhautverträglichkeit“ negativ auffielen. Das Fazit der Verbraucherorganisation: „Natürlich heißt nicht immer gut verträglich“.

  • Befriedigend (3,2): Lavera Naturkosmetik, Baby & Kinder, Sensitiv Waschlotion & Shampoo, 2,30 Euro* pro 100 Milliliter
  • Befriedigend (3,4): Eliah Sahil Organic, Bio Shampoo Kamille für Kinder, 11,50 Euro* pro 100 Milliliter

Damit es das Haarewaschen für Klein und Groß entspannter ist, hält Stiftung Warentest sechs Tipps bereit: die Kleinsten selbst machen lassen, für Vorfreude sorgen, die Haare sachte ausspülen und nicht strubbeln, die Augen schützen, die Kinder spielen lassen oder das Haarewaschen spielerisch gestalten. Für Babyhaar gilt „weniger ist mehr“. Hier sollten Eltern milde Produkte in kleinen Portionen nutzen, die mit etwa 37 Grad warmen Wasser ausgespült werden. Bei Babys mit wenig Haar genügt anfangs sogar warmes Wasser.

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