Milka, Lindt, Ferrero & Co. Schokonikoläuse im Öko-Test - günstiger Nikolaus kann überzeugen

Service | Saarbrücken · Am 6. Dezember ist Nikolaus und viele Eltern greifen beim Befüllen der kleinen Stiefel zu Nikoläusen und Weihnachtsmännern aus Schokolade. Öko-Test testete 23 Schoko-Figuren – mit ernüchternden Ergebnissen.

Öko-Test überprüfte 23 Schoko-Weihnachtsmänner, in allen wiesen die Experten Mineralölbestandteile nach. (Symbolfoto)

Öko-Test überprüfte 23 Schoko-Weihnachtsmänner, in allen wiesen die Experten Mineralölbestandteile nach. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Lino Mirgeler
  • Öko-Test untersuchte 23 Schoko-Weihnachtsmänner.
  • Namhafte Marken landen im Testbericht im Mittelfeld, ein günstiges Supermarkt-Produkt überzeugt.
  • Alle Produkte enthalten Mineralölbestandteile.

Neben Spekulatius, Lebkuchen und Plätzchen stehen zur Weihnachtszeit auch Nikoläuse und Weihnachtsmännern aus Schokolade in den Supermarktregalen. Dass diese gut schmecken steht außer Frage, doch was steckt in der beliebten Süßigkeit? Aufschluss gibt der Testbericht von Öko-Test, der viele ernüchtern wird. Denn bei Produkten, die vor allem bei Kindern beliebt sind, sind bedenkliche Inhaltsstoffe besonders ärgerlich.

Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade: So lief der Test ab

Insgesamt 23 Nikoläuse oder Weihnachtsmänner aus Schokolade landeten im Einkaufswagen des Verbrauchermagazins. Bei vier Produkten handelt es sich um vegane Schokolade, sieben sind biozertifiziert. Neben Produkten günstiger Eigenmarken aus Supermärkten und Discountern, finden sich im Testbericht Schokofiguren beliebter Marken wie Lindt, Milka oder Ferrero.

Hierfür zahlte Öko-Test zwischen 50 Cent und 2,99 Euro pro 100 Gramm. In externen Laboren überprüften Experten die Schoko-Weihnachtsmänner auf Mineralölbestandteile wie MOSH oder MOAH und Aluminium. Letzteres findet sich laut Verbrauchermagazin häufig in größeren Mengen in Schokolade oder Kakao. Zusätzlich erfragte Öko-Test bei den Herstellern mögliche Preiserhöhungen.

Schoko-Nikolaus im Test: Günstiges Supermarkt-Produkt gleichauf mit Markenprodukten

Der Testbericht fällt eher durchwachsen aus, keines der Produkte erhält die Bestnote. Der Grund: Alle Schoko-Weihnachtsmänner und -Nikoläuse enthalten Mineralölbestandteile. In sieben Produkten „halten sich die Mineralölbelastungen so weit in Grenzen“, dass Öko-Test dennoch die Note „gut“ vergibt. Vier der sieben sind Bio-Produkte, auch drei konventionelle Produkte schneiden „gut“ ab.

  • „Gut“: Dm Bio Schoko Weihnachtsmann, Naturland, 3,06 Euro* pro 100 Gramm
  • „Gut“: Netto Santa Claus in Town Weihnachtsmann Vollmilch, Netto Marken-Discount, 60 Cent pro 100 Gramm

*Günstigster Online-Preis vom 28.11.2023

Der Schoko-Weihnachtsmann von Netto ist somit gleichauf mit den Produkten von Lindt und Milka, kann jedoch mit einem deutlich günstigeren Preis punkten. Insgesamt befinden sich viele Produkte im Mittelfeld, so schneiden Schoko-Figuren von Kinder (Ferrero), Lindt (Lindt & Sprüngli) oder Merci (Storck) lediglich „befriedigend“ ab. Ein positives Ergebnis: Die Experten wiesen in keinem Produkt „nennenswerte Aluminium-Rückstände“ nach.

Viele Appetitverderber: Das sind die Testverlierer

Auch wenn keines der Produkte mit „ungenügend“ durch den Test rasselt, erhalten fünf Schoko-Weihnachtsmänner ein „mangelhaftes“ Testergebnis, darunter auch ein Bio-Produkt. In drei Schokofiguren wiesen die Labore „besonders bedenkliche MOAH“ nach, die unter Umständen krebserregend sein können. Öko-Test weist darauf hin, dass sich die Werte unterhalb gesetzlicher Grenzwerte liegen, dennoch halten sie fest: „Für krebserregende Stoffe gibt es keine sicheren Mengen.“

  • „Mangelhaft“: Alnatura Vollmilch Weihnachtsmann Bio, Alnatura, 3,60 Euro* pro 100 Gramm
  • „Mangelhaft“: Hachez Weihnachtsmann Edelvollmilchschokolade, Hachez, 6,50 Euro* pro 100 Gramm

Bei MOSH handelt es sich um „die vermutlich größte Verunreinigung“ im menschlichen Körper. Besonders schade: Ausgerechnet zwei vegane Produkte von Rosengarten und Reglein sind am stärksten belastet. Mit dem Schoko-Weihnachtsmann von Hachez befindet sich zudem das teuerste der konventionellen Produkte unter den Verlierern. Wie die MOSH in die Schoko-Nikoläuse gelangen, lässt sich nicht abschließend klären. Dies sei überall möglich, „wo Lebensmittel mit Schmierölen in Kontakt kommen“.

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