Sicheres Weihnachtsgeschenk Puppen für Kinder im Test: Die drei besten erhalten die Note „sehr gut“

Service · Eine Puppe soll vor allem bei den Kleinsten für große Freude sorgen – doch einige der Puppen sind für Kinder ganz und gar nicht geeignet. Bei diesen Modellen stellt Öko-Test Sicherheitsmängel und Schadstoffe fest.

Puppen für Kinder im Test:  Die drei besten erhalten ein "Sehr gut"
Foto: IMAGO/Funke Foto Services/IMAGO/
  • Öko-Test überprüfte 20 Puppen für Kinder zwischen 0 und 36 Monaten.
  • Im Testbericht schneiden Stoffpuppen besser ab als Kunststoffmodelle.
  • Zwei Puppen weisen grobe Sicherheitsmängel auf, darunter ein Barbie-Modell.

Weihnachten steht vor der Tür und viele Kinder schreiben bereits fleißig ihre Wunschzettel. Ein Wunsch, der vermutlich auf vielen Zetteln zu finden sein wird: eine Puppe. Wenn Kinder mit mehreren Puppen spielen, empfiehlt die Entwicklungspsychologin Insa Fooken darauf zu achten, dass „viele Formen des Mensch-Seins repräsentiert sind“. So schlägt Fooken eine Mischung aus „Jungs-Puppe, Puppen mit unterschiedlicher Hautfarbe, eine mit Behinderung oder auch eine Barbie“ vor. Doch wie findet man bei der großen Auswahl die richtige Puppe und worauf sollten Eltern beim Kauf achten? Öko-Test hat untersucht, welche Puppe zu Weihnachten bedenkenlos verschenkt werden kann.

Stoffpuppen und Kunststoffpuppen: Darauf hat Öko-Test geachtet

Insgesamt 20 Puppen für Kinder nahm das Verbrauchermagazin unter die Lupe, davon sind drei Modelle ab drei Jahren geeignet. Die übrigen Puppen sind für Kinder zwischen 0 und 36 Monaten ausgelobt. Bei zehn der Puppen handelt es sich um reine Stoffpuppen, die andere Hälfte besteht teilweise aus Kunststoff. Im ersten Schritt mussten sich die Puppen in einem Praxistest beweisen, in dem „ihre mechanischen und physikalischen Eigenschaften sowie ihre Entflammbarkeit“ untersucht wurden.

Auch die Deklaration und notwendige Warnhinweise überprüften die Experten auf Richtigkeit. Zudem testeten die Labore die Puppen unter anderem auf problematische Schad- und Farbstoffe, optische Aufheller oder Schwermetalle sowie ihre Speichel- und Schweißechtheit. Die Experten überprüften die „Puppenkörper aus Kunststoff“ und die Verpackungen zusätzlich auf umweltschädliche Verbindungen.

Drei Puppen erhalten die Bestnote: Das sind die Testsieger

Wer eine Puppe verschenken möchte, hat die Auswahl zwischen drei „sehr guten“ und fünf „guten“ Puppen für Kinder. Insgesamt schneiden die Stoffpuppen im Testbericht besser ab als die Modelle mit Kunststoffteilen, auch bei den drei Testsiegern handelt es sich um Stoffpuppen.

  • „Sehr gut“: Jako-O Babypuppe Krümel mit Schnuller, 43 Zentimeter, Haba (Jako-O), 29,99 Euro, ab 18 Monaten
  • „Sehr gut“: Sterntaler Anziehpuppe Gesa, 33 Zentimeter, Sterntaler, 22,99 Euro, ab 0 Monaten

Die gute Nachricht: In keiner der Puppen stellten die beauftragten Labore bedenkliche Farbstoffe fest. Im Testbericht wird außerdem erklärt, warum das Spielen mit einer Puppe ist auch aus pädagogischer Sicht sinnvoll ist. Denn dieses „schult nicht nur soziale Kompetenzen wie Empathie und Verantwortungsbewusstsein, es hilft auch, Erlebtes zu verarbeiten“.

Sicherheitsmängel und umstrittene Schadstoffe: Das sind die Testverlierer

Drei der 15 Puppen mit Kunststoffteilen fallen im Testbericht des Verbrauchmagazins mit einem „ungenügenden“ Gesamturteil durch, zwei weitere Modelle sind „ausreichend“ beziehungsweise „mangelhaft“. Anlass für das negative Testurteil sind „grobe Sicherheitsmängel“. So befindet sich an der Puppe Baby Sweetheart einverschluckbares Kleinteil“, das sich löste und unter Umständen „in die Luftröhre gelangen und im schlimmsten Fall zum Ersticken führen kann“. Auch vom Modell Heless Puppe Lili lösten sich „die folienartigen Etiketten“.

  • „Ungenügend“: My first Barbie Malibu, 34 Zentimeter, Mattel, 15,99 Euro, ab 36 Monaten
  • „Ungenügend“: Baby Sweetheart zum Baden, Maison Battat, 10,95 Euro, ab 24 Monaten

Im zweiten Testverlierer My first Barbie stellten die Experten Naphthalin fest, dessen „Verbindung unter Krebsverdacht“ steht. Ebenfalls in My first Barbie, aber auch in den Produkten Baby Anabell und Lilliputiens steckt das giftige Schwermetall Antimon. Das Fazit: „Barbie-Hype hin oder her: In unserem Test gibt es bessere Puppen.“

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