Canon, Epson, HP und Brother Drucker im Test 2023 – Experten decken versteckte Kosten bei preiswertem Modell auf

Service · Stiftung Warentest hat Multifunktionsdrucker auf Kosten und Qualität überprüft. Hier erfahren Sie, wie die Kombidrucker von Canon, Epson, HP und Brother im Testbericht abgeschnitten haben.

 Stiftung Warentest hat 13 Multifunktionsdrucker unter die Lupe genommen. (Symbolfoto)

Stiftung Warentest hat 13 Multifunktionsdrucker unter die Lupe genommen. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Armin Weigel
  • Stiftung Warentest hat 13 Drucker einem Praxistest unterzogen.
  • Drei Multifunktionsdrucker erreichen im Testbericht eine „gute“ Gesamtnote.
  • Nur einer von drei Kombinationsdruckern der Marke Canon konnte überzeugen.

Tinten-Multifunktionsdrucker sind auch unter den Namen Multifunktions- und Kombinationsdrucker bekannt. Sie vereinen verschiedene Funktionen in einem einzigen Gerät und bieten die Möglichkeit zum Drucken, Scannen und Kopieren, auch faxen ist teilweise möglich. Tintenmultifunktionsdrucker verwenden, wie der Name verrät, Tintenpatronen oder -behälter, deren Qualität, Verbrauch und Kosten je nach Modell variieren. Stiftung Warentest hat 13 Geräte auf ihre Qualität und Kosten überprüft.

Drucker von Canon, Epson, HP und Brother im Test: So ging Stiftung Warentest vor

Stiftung Warentest hat 13 Tinten-Multifunktionsdrucker der Marken Canon, Epson, HP und Brother getestet. Die Geräte liegen preislich zwischen 69 und 500 Euro und können drucken, scannen, kopieren und teilweise faxen. Alle Funktionen wurden auf ihre Qualität und Geschwindigkeit überprüft, die Bewertung erfolgte durch drei Experten. Das Drucken fließt zu 30 Prozent in das Gesamturteil ein, hierbei wurde auch die Wasser- und Lichtbeständigkeit der Tinte getestet. Zur Beurteilung der Scan-Qualität (zehn Prozent) führte die Verbraucherorganisation Tests mit „Text, Zeitschriften-Farbseiten und einem Foto“ durch.

Mit denselben Vorlagen wurde die Kopierqualität ermittelt, die ebenfalls zehn Prozent des Gesamturteils ausmacht. Mithilfe des Drucks von „bis zu 3000 Textseiten, Farbseiten und Fotos“ wurden die Seitenreichweite und Kosten pro Seite mit Verwendung der „kleinsten Originalpatronen“ errechnet. Die Bewertung der Gebrauchsanweisung, Inbetriebnahme und Bedienung fällt unter das Testkriterium „Handhabung“, das mit 15 Prozent in das Gesamturteil einfließt. Fünf Prozent fallen auf den Aspekt „Vielseitigkeit“, mit dem die „Eigenschaften und Zusatzfunktionen“ beurteilt wurden. Auch die Umwelteigenschaften, darunter Stromverbrauch, Geräusch, Gerätekonstruktion, Materialaufwand der Patronen sowie das Austauschen von Verschleißteilen wurden mit 20 Prozent berücksichtigt.

Gute Modelle für Viel- und Wenigdrucker: Testsieger und Spartipp

Die Qualität und Geschwindigkeit der Multifunktionsdrucker variieren je nach Modell. Einige Geräte bieten hochauflösende Drucke von Fotos, während andere besser für den Textdruck geeignet sind. Insgesamt schneiden im Testbericht drei Drucker „gut“ ab, sieben sind „befriedigend“ und drei „ausreichend“. Das sind die zwei Testsieger, die auch durch Nachhaltigkeit und geringe Druckkosten überzeugten:

  • „Gut“ (2,0): Canon Maxify GX4050, mittlerer Preis 500 Euro (Flaschen-Tintenbehälter)
  • „Gut“ (2,2): Epson Workforce Pro WF-C5890DWF, mittlerer Preis 490 Euro (Beutel-Tintenberhälter)

Das Canon-Modell ist mit drei Cent pro Textseite und wechselbaren Verschleißteilen außerdem der „Umweltsieger“ im Testbericht. Stiftung Warentest verrät zudem einen Spartipp: Für „Wenigdrucker“ eignet sich der Epson Workforce WF-2960DWF für 122 Euro, wer mehr druckt, sollte aufgrund der teuren Patronen jedoch auf einen anderen Drucker ausweichen. Für alle „Vieldrucker“ empfiehlt die Verbraucherorganisation den Epson Ecotank ET-2820 für 239 Euro mit „sehr niedrigen Tintenkosten“.

Zwei Canon-Modelle sind die Schlusslichter im Testbericht

Welches der Modelle die richtige Wahl ist, kommt auch darauf an, wie viele Seiten monatlich gedruckt werden. Laut Stiftung Warentest eignen sich bei 10 bis 20 Seiten pro Monat und dem seltenen Drucken von Fotos eher Patronendrucker. Wer mehr als 50 Seiten oder häufiger große Fotos druckt, sollte auf einen Flaschendrucker zurückgreifen. Zwei der drei Canon-Drucker belegen die letzten Plätze im Test und schnitten nur „ausreichend“ ab:

  • „Ausreichend“ (4,2): Canon Pixma TR4750i, mittler Preis 85 Euro, Patronen
  • „Ausreichend“ (4,5): Canon Pixma TS3550i, mittlerer Preis 69 Euro, Patronen

Der Testverlierer überzeugt zwar durch günstige Anschaffungskosten, aber druckt und kopiert lediglich in „ausreichender“ Qualität. Zudem sorgen die Patronen dafür, dass der Drucker „auf Dauer ziemlich teuer“ werden kann.

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