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Black Friday 2022: Schnäppchen oder schlechter Deal? So erkennen Sie es

25. November : Heute ist Black Friday 2022: Schnäppchen oder schlechter Deal? Fake-Rabatte einfach erkennen

Black Friday und Cyber Monday: Fünf Shopping-Tipps für die sichere Schnäppchenjagd im Netz

Black Friday und Cyber Monday locken mit vermeintlichen Rabatten. Dennoch warnen Verbraucherschützer, denn die Aktionstage sind keine Schnäppchen-Garantie. So erkennen Sie schlechte Deals.

Vor allem in Online-Shops wird rund um den Black Friday und Cyber Monday am 25. und 28. November 2022 mit zahlreichen Rabattaktionen um die Gunst der Kunden geworben. Oder besser gesagt mit vermeintlichen Schnäppchen. Ob ein Angebot wirklich günstig ist, gilt es von Fall zu Fall zu prüfen, denn „was Online-Shops versuchen als exklusives Schnäppchen zu verkaufen, kann in Wahrheit sogar teurer sein als ein reguläres Angebot“, warnt die Verbraucherzentrale Saarland.

Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchen am Black Friday und Cyber Monday – Beispielrechnung

Wird mit einem enormen Preisnachlass von mehreren Prozent geworben, kann das oftmals irreführend sein. Viele Nachlässe beruhen nämlich auf einem Vergleich mit den unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller. Diese Preise stellen meistens aber nicht die gegenwärtige Marktlage dar. Vielmehr bestimmt die marktwirtschaftliche Regel von Angebot und Nachfrage den sogenannten Straßenpreis. Sinkt die Nachfrage, fällt auch der Preis.

Das heißt, will ein Händler etwa eine alte Produktreihe aus seinem Lager abverkaufen, da nach dem Jahreswechsel eine neue Generation in den Startlöchern steht, wird er diese vergünstigt bewerben – das gilt insbesondere für Elektro-Artikel wie Fernseher.

So kann beispielsweise ein Händler einen Fernseher für knapp 650 Euro mit 35 Prozent Rabatt als Mega-Schnäppchen bewerben, da das Gerät zur Markteinführung mit einer UVP von 999 Euro vom Hersteller versehen worden ist. Tatsächlich wird der Fernseher am Cyber Monday von vielen Händler aber bereits für 500 Euro angeboten. Der durchschnittliche Straßenpreis ist also niedriger und somit entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen als schlechter Deal.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Viele <a href="https://twitter.com/hashtag/Online?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Online</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/H%C3%A4ndler?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Händler</a> ändern regelmäßig die Preise für Teile ihres Sortiments. Welche Faktoren beim <a href="https://twitter.com/hashtag/Onlineshopping?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Onlineshopping</a> eine Rolle spielen können und wann man welchen Preis zahlt, zeigt <a href="https://twitter.com/hashtag/wasistdeinpreis?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#wasistdeinpreis</a>. <br>👉<a href="https://t.co/7twKmxqWrH">https://t.co/7twKmxqWrH</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/blackfriday?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#blackfriday</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/cybermonday?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#cybermonday</a> <a href="https://t.co/H3rDAIWspq">pic.twitter.com/H3rDAIWspq</a></p>&mdash; Verbraucherzentrale Saarland (@VZSaar) <a href="https://twitter.com/VZSaar/status/1460977553880010752?ref_src=twsrc%5Etfw">November 17, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Black Friday und Cyber Monday: Mit Preissuchmaschinen auf der sicheren Seite

Um die Angebote am Black Friday richtig einordnen zu können, sollten Sie Preissuchmaschinen im Netz nutzen, die oft auch Diagramme mit der Preisentwicklung der vergangenen Monate oder gar Jahre anbieten. Erst wenn sich ein Sonderangebot nach dem Vergleich mit einer Preissuchmaschine nicht unterbieten lässt, handelt es sich wirklich um ein günstiges Angebot. Beliebte Preissuchmaschinen im Netz sind etwa „geizhals“, „idealo“ oder „check24“.

Wer nicht auf den Black Friday fixiert ist und längerfristig plant, sei auch gut beraten, die Preise für bestimmte Waren schon im Jahresverlauf ins Visier zu nehmen, denn oftmals steigen die Preise für Waren zum Jahresende hin, nachdem im Sommer bereits Tiefstpreise erreicht wurden. Die Verbraucherzentrale Saarland empfiehlt daher: „Kaufen, wenn andere nicht kaufen“. Sinkt die Nachfrage, fällt auch der Preis.

Wer schon im Herbst das besorgt, was er im nächsten Frühjahr braucht, zahlt meistens weniger. Vor allem Kleidung wird je nach Jahreszeit günstiger oder teurer. Aber auch Möbel, Garten- und Sportgeräte oder Reisen haben zu bestimmten Zeiten Saison. Preischarts zeigen, wie sich der Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung in letzter Zeit entwickelt hat.

Fehlkauf am Black Friday? So holen Sie sich Ihr Geld zurück

Falls Sie sich angesichts des vermeintlichen Mega-Schnäppchens zum Klicken auf den „Kaufen“-Button hinreißen lassen, können Sie dies schnell bereuen, wenn Ihnen später klar wird: Das war kein guter „Black Friday“-Deal. Sollte dann die Stornierung der Bestellung über den Händler nicht möglich sein, bleibt Ihnen immer noch das Widerrufsrecht als Sicherheitsnetz.

Sie können einen Onlinekauf ohne Angaben von Gründen innerhalb von 14 Tagen widerrufen, damit den Vertrag unwirksam machen und ihr Geld zurückerhalten. Allerdings kann es sein, dass dafür Rücksendekosten anfallen. Es lohnt sich daher, die Versandvorgaben eines Händlers vor dem Kauf zu prüfen.