Stiftung Warentest Diese Beikost-Produkte für Babys sind günstig und „gut“

Service · Stiftung Warentest hat 20 Baby-Menüs auf ihre Nährstoffzusammensetzung, Schadstoffgehalt und Geschmack getestet. Diese Beikost-Produkte sind laut Experten besonders gesund und empfehlenswert.

Etwa im Alter von fünf Monaten können Eltern ihr Baby das erste Mal mit Brei füttern. (Archivbild)

Etwa im Alter von fünf Monaten können Eltern ihr Baby das erste Mal mit Brei füttern. (Archivbild)

Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn/Mascha Brichta
  • Stiftung Warentest hat 20 Babymenüs getestet.
  • Sieben Babybreie erhalten im Testbericht das Gesamturteil „gut“.
  • Die Verbraucherorganisation bemängelt die Nährstoffzusammensetzung.

Viele Eltern beginnen zwischen dem fünften und sechsten Monat mit der Beikost. In den ersten Lebensmonaten reicht die Muttermilch oder Säuglingsnahrung normalerweise aus, um die Ernährungsbedürfnisse eines Babys zu decken. Doch wenn das Baby älter wird, benötigt es zusätzliche Nährstoffe und Energie.

Dabei kann Babybrei wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium und Vitamine liefern, die für das Wachstum und die Entwicklung essenziell sind. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige Babys früher bereit sind, feste Nahrung zu sich zu nehmen als andere. Stiftung Warentest hat untersucht, welche Babymenüs die benötigten Inhaltsstoffe mit sich bringen.

So wurde die Babynahrung von Stiftung Warentest überprüft

Insgesamt 20 Babymenüs wurden von Stiftung Warentest auf mögliche Schadstoffe oder Keime untersucht. In dieser Auswahl finden sich sowohl Breie mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch, als auch Varianten mit Nudeln, Reis und Couscous. Zudem sind Breisorten ohne Fleisch enthalten. Die getesteten Produkte stammen von bekannten Marken wie Hipp, Alete und Bebivita, aber auch von Handelsmarken der Drogeriemärkte dm, Rossmann und Alnatura. Bei 17 Babymenüs handelt es sich um Gläschen mit Bio-Siegel. Externe Labore analysierten die Babygläschen auf die Mengen der essenziellen Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamin C sowie die Zusammensetzung der Fettsäuren.

Bei der Bewertung orientierte sich die Verbraucherorganisation an den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Zusätzlich untersuchten die Labore die Gläschen auf umstrittene Stoffe wie Pestizide, Schwermetalle, Weichmacher oder die flüchtige Verbindung Furan, die beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen kann. Auch „die Anzahl an Keimen nach voran­gegangener vierzehn­tägiger Lagerung bei 30 Grad Celsius“, die Handhabung beim Öffnen der Gläser, die Richtigkeit der deklarierten Angaben und der Geschmack wurden überprüft.

Bekannte Marke unter den Testsiegern: Diese Babymenüs werden empfohlen

Nahezu alle getesteten Babymenüs enthalten genügend Fett, insbesondere ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenöl. Da es sich dabei um eine wichtige und gute Energiequelle handelt, ist es wichtig, dass die Gläschen ausreichend Fett enthalten. Stiftung Warentest merkt jedoch an, dass einige der Gläschen „eine bessere Nährstoffzusammensetzung haben“ könnten. Der Grund: 13 der getesteten Produkte enthalten wenig Eisen. Nur sieben Babymenüs werden empfohlen. Diese Gläschen ab dem 6. Monat konnten mit guten Fettgehalten, hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren und viel Zink überzeugen:

  • „Gut“ (2,2): dmBio, Fenchel-Pastinake mit Couscous und Huhn, 46 Cent pro 100 Gramm
  • „Gut“ (2,3): dm Babylove, Tomaten-Gemüse mit Nudeln, 31 Cent pro 100 Gramm
  • „Gut“ (2,3): Bebivita, Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen, 45 Cent pro 100 Gramm

Die „vor der Geburt angelegten Eisen­vorräte des Kindes sind bis zum zweiten Lebens­halb­jahr meist aufgebraucht“, weshalb „Ernährungs­wissenschaftler Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als erste Breisorte empfehlen“. Doch auch Babymenüs ohne Fleisch überzeugten im Test und „liefern sogar mehr Eisen als die meisten mit Fleisch“. Die Verbraucherorganisation rät dazu, die vegetarischen Breie mit „etwas Orangensaft oder Obstpüree“ zu versehen, damit das enthaltene Vitamin C „die Aufnahme pflanzlichen Eisens“ verbessert. Geschmacklich überzeugten alle getesteten Produkte.