Internationale Besetzung bei den St. Wendeler Jazztagen 2019

Mit Künstlern aus aller Welt : Ohne Schubladen und Sprachgrenzen

Wnd Jazz 2019 präsentiert unter dem Motto „Globale Vielfalt“ ein stilistisch breites Programm.

Bunt und stilistisch breit wird es in diesem Jahr. Unter dem Motto „Globale Vielfalt“ treten Künstler aus Algerien, Marokko, Spanien, Frankreich, Österreich, Deutschland, Libanon, Kuba und den USA auf. Auch vier starke Frauen sind dabei. „Alle Projekte zeigen, wie aus Begegnungen verschiedener Kulturen neue kreative Ideen entstehen können, ohne Schubladen und Sprachgrenzen“, verspricht Festivalleiter Ernst Urmetzer. „Wnd Jazz 2019“ werde zu einer Veranstaltung der musikalischen Welterkundung, der Freiheit und Neugier, der Besinnung auf die Wurzeln sowie auf die Lust am Unentdeckten, Offenen und Improvisierten.

Los geht es am Samstag 14. September, 20 Uhr, im Kurhaus Harschberg mit einem Prolog-Konzert. Der libanesische Sänger Rabih Lahoud wird das Projekt „MASAA“ präsentieren. „Tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz verweben sich“, kündigt Ernst Urmetzer an, „Abend- und Morgenland gehen in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein.“ Vor dem Konzert wird um 19 Uhr die Ausstellung „...bis tief in die Seele“ mit Fotos von Peter Meurer (Koblenz) eröffnet.

Das Prolog-Konzert am 14. September im Kurhaus Harschberg spielen Sänger Rabih Lahoud und das Projekt MASAA. Foto: wnd jazz

Am Freitag, 20. September, 20 Uhr, folgt am ersten Abend im Saalbau eine spanische Nacht mit zwei Trios, die arabische und spanische Musiktraditionen mit Jazz verbinden. Da ist einmal das Trio NES, das mit der französisch-algerischen Sängerin und Cellistin Nesrine Belmokh zurzeit weltweit erfogreich unterwegs ist, so der Festivalleiter. Dann folgt der Pianist Daniel García, laut Urmetzer „eine der aufregendsten Stimmen der neuen Generation des spanischen Jazz.“ Garcia vertrete die These, „Flamenco und Jazz sind Brüder“.

Auch am Samstag, 21. September, stehen ab 20 Uhr zwei Konzerte auf dem Programm. Zuerst darf sich das Publikum auf eine spannende, musikalische Kommunikation freuen. Und zwar zwischen der kubanischen Pianistin Marialy Pacheco, die als erste Frau überhaupt mit dem „Montreux Jazzfestival Award“ ausgezeichnet wurde, und dem Marokkaner Rhani Krija, einem der gefragtesten Perkussionisten in der Jazz-, Weltmusik- und Rockszene (Sting, Chic Corea, Herbie Hancock, Al Di Meola). Danach beehrt Frankreichs neuer Akkordeon-Star Vincent Peirani St. Wendel mit seinem perfekt eingespielten Quintett „Living Being II – Night Walker“. Laut Festivalleiter gibt es „Lyrik und furiose Led-Zeppelin-Cover, gegossen in einen Sound, der genreübergreifend seinesgleichen sucht.“

Pianist David Helbock und sein Trio sind am 22. September an der Reihe. Foto: wnd jazz

Nach „Jazz for Kids“ am Sonntag, 22. September, 11 Uhr, mit Alexandra Lehmler & Band läutet um 18 Uhr der österreichische Pianist David Helbock mit dem Trio „Into the Mystic” das Finale ein. „Der gewiefte Sound-Tüftler und konsequente Spurensucher am Puls der Zeit besticht durch seine Konsequenz der Grenzsprengung, gepaart mit großer Virtuosität“, verspricht Ernst Urmetzer. Den Schlussakkord von Wnd Jazz 2019 setzt Somi aus den USA. Die Wurzeln der Sängerin liegen in Ruanda und Uganda. „Ihre Songs verschmelzen anmutig afrikanisch gefärbte Grooves, geschmeidigen Jazzgesang und ein mitfühlendes soziales Bewusstsein auf ernsthafte und verführerische Weise“ kündigt der Festivalleiter an.

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Tel. (06 51) 9 79 07 77

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