Leeroy Stagger und Jack Klatt bringen neue Musik auf den Markt

Neues von Leeroy Stagger und Jack Klatt : Von schnörkellosen bis zu berückenden Songs

✮✮✮✮ Die helle Freude: Leeroy Stagger und Jack Klatt haben neue Americana-Alben veröffentlicht.

Wahrscheinlich wird man über Leeroy Stagger’s mystische „Leonard Cohen (Is Dead)“-Huldigung im Kontext seines zwölften Albums am meisten sprechen. Verdient hat es freilich jeder der neuen Tracks, welche im Vergleich zum country-folkigen Vorgänger vom Mai namens „Me and the Mountain“ deutlich schnörkelloser geschmiedet wurden.

Pete Thomas, Schlagzeuger bei Elvis Costello, Neko Case-Gitarrist Paul Rigby und Michael Ayotte’s an den Tasten wiederum bieten feine Gegenpole zum dieses mal doch recht rustikalen Sendungsbewusstsein des kanadischen Ex-Punks. Unterm Strich landet Stagger somit auch mit „Strange Path“ (True North Records ★★★★) erneut nur knapp unter der Steve Earle/Jeff Tweedy (Wilco)-Liga. Aber immerhin.

Wer noch mehr Feinschliff vom geliebten Americana-Genre erwartet, wird an Jack Klatt’s neuem Album „It Ain’t The Same“ (Yep Rob Records ★★★★) bestimmt seine helle Freude haben. Alleine John James Tourville’s Pedal Steel sorgt für süßen Schmelz in einem hörbar von den Altvorderen inspirierten Klangbild. Zuletzt habe er Woody Guthrie, Eddie Cochrane, Hank Williams und Marty Robbins studiert gibt Klatt glaubwürdig zu Protokoll.

Foto: Stagger und Klatt

Und dass diese Lieder wirklich berückend und auch ein bisschen Klischee beladen – zwischen Folk und Blues, Rock’n’Roll und diversen Country-Spielarten jonglieren, belegen auch Songtitel wie „Ramblin’ Kind“ oder „Highway Lines“…

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