Für Musikkritiker Andreas Lüschen-Heimer liegt Bonnie Prince Billy vorn

Alben des Jahres : A. Lüschen-Heimer: Bonnie Prince Billy ganz vorn

Es war ein feines Jahr – gleichwohl einige persönliche Helden ihre Kunst etwas zu selbstgenügsam präsentierten: Bill Callahan, Wilco, Neil Young, Joe Henry beispielhaft. Vampire Weekend und Robert Forster wussten hingegen verlässlich zu becircen, Tindersticks liefen zu alter Form auf, Big Thief etablierten sich als erste Americana-Adresse und Nick Cave’s dunkle Meditationen waren Gänsehaut treibend.

Der beste Country-Folk geriet bittersüß feminin (Little Mazarn, Eilen Jewell, Esther Rose, Emily Scott Robinson, House & Land) oder verschroben maskulin (Bonnie Prince Billy, Purple Mountains, Orville Peck, Mekons). Für Folk-Pop-Magie sorgten Son Volt und Proper Ornaments, für fantastisch freien Jazz Matana Roberts und Jaimie Branch. Klassenbeste im Fach Deutsch waren in diesem Jahr Thees Uhlmann und Die Realität.

1. Bonnie Prince Billy I Made

A Place

2. Little Mazarn IO

3. Robert Forster Inferno

4. Nick Cave Ghosteen

5. Tindersticks No Treasure

 But Hope

6. Vampire Weekend Father Of

 The Bride

7. Eilen Jewell Gypsy 

8. Esther Rose You Made It This
    Far

9. Big Thief UFOF

10. Emily Scott Robinson Trave

  ling Mercies