Fonatines D.C. stellen erstes Album vor: Dogrel überzeugt auf ganzer Linie

Hervorragendes Debüt : Von hämmernden Beats und ruhigen Balladen

Fontaines D. C. „Dogrel“: Meisterliches Debüt der Dubliner Post-Punk-Band.

Die Dubliner Band Fontaines D.C. schickt sich mit ihrem Debütalbum „Dogrel“ (Partisan/[PIAS]/Rough Trade) an, in die Erfolgsfußstapfen der im letzten Jahr gefeierten Idles zu treten. Es gibt einige Gemeinsamkeiten: beide stehen bei Partisan Records unter Vertrag, beide machen u.a. Post-Punk und den Songs beider Bands wohnt eine unglaubliche Energie inne.

„Dogrel“ startet mit fünf Hits: „Big“ wegen seines hämmernden Schlagzeugbeats, „Sha Sha Sha“ dank der lässigen Gitarre, „Too Real“ und „Hurricane Laughter“ wegen der Wucht, mit der einen die Songs erfassen, und „Television Screen“ wegen seiner Rotznäsigkeit, die an das The Strokes-Debüt „Is This It“ erinnert. Über alledem schwebt Grian Chattens Stimme, der so singt, wie er spricht, und überall tauchen diese simplen Gitarrenmelodien auf, die sich ins Gehirn fressen und dafür Sorge tragen, dass die Songs immer und immer wieder gehört werden (müssen).

Danach werden Fontaines D.C. kurz ruhiger („Roy’s Tune“), um nochmal fünf Kracher abzufeuern: die New Wave-Perle „The Lotts“, das ratternde „Chequeless Reckless“, das hibbelige „Liberty Belle“, das breitbeinig dahin gerockte „Boys In The Better Land“ und die Ballade „Dublin City Sky“. Kurz durchatmen und gleich wieder von vorne hören – immer wieder.

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