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Das neue Album „Ultra Mono“ der britischen Post-Punker Idles ist da

Neues von Idles : Energiegeladene und emotionale Musik

✮✮✮✮✮✮ Die britischen Post-Punker von Idles veröffentlichen mit Ultra Mono ein Bollwerk.

„Ultra Mono“ (Partisan/[PIAS]/Rough Trade) heißt das neue Album der britischen Post-Punker Idles, die in den letzten Jahren einen steilen, vor allen Dingen aber einen wohlverdienten Aufstieg hingelegt haben. Es mag wohl immer mehr kritische Stimmen geben, die etwas an der Band rumzumäkeln haben.

Die kontert all das gelassen mit dem Bollwerk „Ultra Mono“ aus. Der Auftakt „War“ ist eine Energie-Explosion par Excellence und symbolisch für ein Idles-Konzert.

Die Band verausgabt sich bis zum Äußersten. Ihre Leiber zittern und zappeln, sie schleudern ihre Arme umher und schreien. Intensiv sind diese Performances. Gleiches gilt für ihre drei Alben. „Ultra Mono“ ist keine Ausnahme dieser Regel.

Die Songs sind energiegeladen und emotional – selbst dann, wenn das Tempo nicht hoch ist („Grounds“). Die Gabe, Ohrwürmer zu schreiben, haben sie auch. Der während des Corona-Lockdowns veröffentlichte Song „Mr. Motivator“ ist das beste Beispiel. Es gibt weitere: das galoppierende „Anxiety“, das explosive „Model Village“ und „Ne Touche Pas Moi“ mit Gastsängerin Jehnny Beth (Savages).

Mitunter sind die Songs so vertrackt, man glaubt, sie würden sich beim Spielen ineinander oder mit sich selbst verheddern, aber dann ist da eine recht klare Struktur zu erkennen, um die herum das Chaos geschickt platziert wurde („Danke“). Egal, was andere sagen, Idles sind großartig und spielen in einer Liga für sich.