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Das Album „Just Coolin’“ von bietet neue Kompositionen von Art Blakey

Jazz : Sechs Jahrzehnte verspätet und doch überzeugend

✮✮✮✮✮ Auch für Kenner sind einige neue Kompositionen auf „Just Coolin’“ zu hören.

Selbst lohnende aktuelle Genre-Veröffentlichungen können nicht verbergen: seine Blütezeit hatte der Jazz in den Fünfzigern und Sechzigern. Auch der unglaubliche Art Blakey mischte insbesondere in jenen Jahren die Szene auf – mit infizierend swingendem, polyrhythmischem Getrommel.

Etliche Granden schätzten seine flexiblen, gleichwohl markanten Beiträge: Thelonious Monk, Dizzy Gillespie, Miles Davis, Dexter Gordon… Um nur einige zu nennen. Solo- und Band-Werke setzte der Mann sparsamer, doch auch sie fanden Gehör – allen voran das formidable „Moanin“ von 1958. „Just Coolin’“ (Blue Note Records/Universal) wird nun mit 61-jähriger Verspätung nachgereicht.

Mit Lee Morgan an der Trompete, Tenorsaxophonist Hank Mobley, Pianist Bobby Timmons und Jamie Merritt am Bass hören wir eine vergleichsweise kurzlebige Besetzung der Jazz Messengers.

Vier der sechs Tracks kennt der Blakey-Fan bereits als Live-Versionen der „At The Jazz Corner Of The World“-Alben Vol. 1 & 2 aus dem selben Jahr 1959. „Just Coolin’“ versammelt die bislang ungehörten Studio-Einspielungen von „Hipsippy Blues“, „Close Your Eyes“, „M & M“ und „Just Coolin’“. „Quick Trick“ und „Jimerick“ sind Kompositionen, die selbst dem Kenner neu sind. Klar: jede einzelne Sekunde dieser knapp 40 Minuten ist natürlich – nun, ja – extrem cool!