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„The Hole in the Ground“ von Lee Cronin sorgt für soliden Grusel, mit Trailer

Kino-Kritik : ✮✮✮ „The Hole in the Ground“ sorgt für soliden Grusel

Es ist allzu verständlich: Gerade in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder zeigen sich Eltern oft unsicher, ja regelrecht besorgt hinsichtlich der Entwicklung ihres Nachwuchses: Ist alles in Ordnung mit meinem Kind?

Das Genre des Horrorfilms bedient sich hier gerne, fokussiert immer wieder auf diese elterliche Angst – ein ums andere Mal sind die Protagonisten kleine Jungen oder Mädchen, mal drei, mal fünf, mal neun Jahre alt.

Chris, Hauptfigur der irländisch-finnisch-belgischen Koproduktion „The Hole in the Ground“ ist acht Jahre alt, als er mit seiner Mutter an den Rand einer abgelegenen, irischen Kleinstadt zieht. Sarah, Chris’ Mutter, versucht mit diesem Schritt einen Teil ihrer unangenehmen Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Dass dieser Umzug nicht unbedingt eine Befreiung darstellt, dass muss Chris’ Mutter recht bald auf allzu schmerzhafte Weise erkennen: Nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Sohn rennt dieser in den Wald. Dort stößt die Mutter auf ein so riesiges wie mysteriöses Loch im Boden. Das Verhalten des Jungen mit dem akkuraten Seitenscheitel wird nun immer seltsamer - nicht nur, dass Chris plötzlich über außergewöhnliche Kräfte verfügt, er wird auch immer aggressiver.

Die Regie und auch das Drehbuch (als Koautor) kommen von Lee Cronin, der hiermit seinen ersten abendfüllenden Spielfilm für das Kino präsentiert. Die Fachzeitschrift „Filmdienst“ schreibt: „Der solide Gruselfilm spielt gekonnt mit Versatzstücken des Horrorkinos und setzt auf eine unheimliche Stimmung sowie eine hintersinnige Spiegelsymbolik. In den motivischen Verdichtungen lassen sich unschwer kritische Bezüge auf gegenwärtige Entwicklungen erkennen.“

Irland 2019, 91 Min., Regie: Lee Cronin; Buch: Lee Cronin, Stephen Shields; Kamera: Tom Comerford; Musik: Stephen McKeon; Besetzung: Seána Kerslake, James Quinn Markey, Simone Kirby, Steve Wall, Eoin Macken.