Kritik zu Reptilien- Horror "Crawl" - mit Trailer

Neuer Film des französischen Horrorspezialisten : ✮✮✮ „Crawl“ von Alexandre Aja: Krokodil-Horror

Wenn sich ein Hurrikan der Kategorie fünf der Küste Floridas nähert, stehen alle Zeichen auf Alarm. Die Durchsagen im TV tun ein Übriges: Man solle sich so schnell wie möglich mit seinen Liebsten aufmachen und Haus und Hof evakuieren.

Haley indes, verkörpert von Kaya Scodelario, ignoriert die Warnungen und Anordnungen; sie möchte zunächst ihren Vater finden. Dieser liegt verletzt unter seinem Haus und stellt sich jedoch vor Ort als zweitrangiges Problem heraus, da zahlreiche gefräßige Alligatoren in dem zunehmend überfluteten Gebiet Jagd auf Menschen machen.

„Crawl“ (✮✮✮) von Alexandre Aja ist ein zupackender, wenig zimperlicher Tierhorrorfilm, der sich ironiefrei und ohne höheren Anspruch dem Kampf Mensch gegen Natur widmet. Dabei funktionieren seine Effekte auch deshalb überzeugend, weil er sich auf glaubhafte leidende Darsteller verlassen kann.

Der französische Regisseur und Horrorspezialist Alexandre Aja („The Hills Have Eyes“) führte Regie, Kultregisseur und -produzent Sam Raimi („Tanz der Teufel“) produzierte mit.

Wenn Popcornunterhaltung das Ziel des Kreativstabes gewesen ist, haben sie dieses mit Bravour erreicht. Grandioses Monsterkino sieht jedoch anders aus.

USA 2019, 88 Min., FSK ab 16, Regie: Alexandre Aja, Buch: Shawn Rasmussen und Michael Rasmussen; Kamera: Maxime Alexandre; Musik: Max Aruji, Steffen Thum; Schnitt: Elliot Greenberg; Besetzung: Kaya Scodelario, Barry Pepper, Morfydd Clark, Ross Anderson, Jose Palma.

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