Kritik zu „Good Boys“ von Gene Stupnitsky - mit Trailer

Seth Rogen produziert Teenager-Komödie : Drei Jungen auf dem Weg ins Erwachsenenleben

✮✮✮ „Good Boys“ von Gene Stupnitsky: Gelungene Komödie über eine innige Freundschaft.

Bevor sich die drei Freunde Max, Thor und Lucas auf ihrer ersten Knutschparty vergnügen dürfen, gilt es, die Drohne von Max’ Papa wieder zu bekommen. Mit dieser hatten die Zwölfjährigen versucht, bei benachbarten Teenie-Girls wichtige Erkenntnisse in Sachen Sex und Küssen zu ergattern.

Der Drohneneinsatz aber läuft schief, das Flugobjekt geht verloren. Also macht sich das Trio daran, das Fluggerät wieder zu erlangen, was sich als deutlich schwieriger herausstellt, als gedacht. Als wäre das nicht genug schwänzen die drei dazu die Schule und wandeln sich nun immer mehr von Engeln zu Bengeln.

Einiges erinnert in diesem Film von Regisseur Gene Stupnitsky an bereits etablierte Werke. Wenn sich die drei Jungs auf ihre BMX-Räder schwingen etwa, dann muss man kurz an „E.T.“ denken. Stellenweise fühlt man sich in eine, zwar nicht gänzlich jugendfreie, aber doch deutlich entschärfte Version von „Hangover“ hineinversetzt.

Interessant ist zudem die Entwicklung, die diese vermeintlich so unflätige Komödie nimmt: „Good Boys“ ist ein Film, in dem der (gewöhnungsbedürftige und nicht immer stilsichere) Klamauk rund um Analkugeln, Sexpuppen und übergroße Dildos sukzessiv zur Nebensache wird – die innige Freundschaft aber, die Thor, Max und Lucas miteinander verbindet, gerät immer mehr zur Hauptsache.

USA 2019, 89 min.; Regie: Gene Stupnitsky; Buch: Lee Eisenberg, Gene Stupnitsky; Besetzung: Jacob Tremblay, Keith L. Wiliams, Brady Noon, Sam Richardson, Will Forte.

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