Im zweiten Teil der Spieleverfilmung müssen Schweine und Vögel zusammenhalten

Neue Herausforderungen : „Angry Birds 2 – Der Film“: Spaß für Groß und Klein

✮✮✮ „Angry Birds 2“ von Thurop Van Orman: Familien-Kino selbst für die Kleinsten

Der Kampf tobt weiter in der Welt von „Angry Birds“. Die Gefechte zwischen beiden verfeindeten Inselvölkern sind zum Ritual geworden. Dabei wäre es an der Zeit, zusammenzuarbeiten. Ein mächtiger Feind bedroht die Vogel- und die Schweine-Insel. Doch will „Angry Birds“-Superstar Red, der rote Vogel mit dem Wutproblem, das überhaupt?

Die „Angry Birds“ sind nach großen Erfolgen als Handy-Spiel dem kleinen Smartphone-Bildschirm längst entflogen. Der erste „Angry Birds“-Film spielte weltweit mehr als 300 Millionen Euro ein.

Der zweite Teil soll nun an den Erfolg anknüpfen. Das Ganze ist recht lustig erzählt. Während anfangs vor allem die Kinder im Kinosaal über quatschige Szenen lachen, entwickelt der Trickfilm einen eigenen Witz, der auch Kinoprofis laut loslachen lässt. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, mit genügend Hintersinn für erwachsene Zuschauer und hochkarätigen deutschen Sprechern: Silver (Anke Engelke) ist ein superschlaues Vogelmädchen, was Red (Christoph Maria Herbst) überhaupt nicht vertragen kann; ausgerechnet Mächtiger Adler (Smudo) wirkt hasenfüßiger als ein Kanarienvogel; und das lila Adlerweibchen Zeta (Christiane Paul) gäbe mit ihrer wahnwitzigen Boshaftigkeit und ihren Adler-Leibwachen eine gute Bond-Gegenspielerin ab.

Das Argument gegen den großen Erfolg ist der Zeitpunkt. Der Film kann an weniger Fan-Begeisterung anknüpfen als der Vorgänger 2016. Dennoch eignet sich „Angry Birds 2“ (✮✮✮) für einen Familien-Kino-Besuch selbst mit den Kleinsten. Man muss die Charaktere und Vorgeschichte nicht kennen, um sich zu amüsieren. Zudem enthält der Film einige positive Botschaften zu Freundschaft, Mut und Zusammenarbeit, auch wenn diese mitunter etwas dick aufgetragen wirken.

USA 2019, 97 Min.; Regie: Thurop Van Orman, John Rice; Buch: Ackerman, Podell, Stewart; Kamera: Simon Dunsdon; Musik: Heitor Pereira.

Mehr von Saarbrücker Zeitung