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Die Komödie Beach Bum mit Matthew McConaughey kommt in die Kinos

Kino-Tipp : McConaughey als skurriler Lebenskünstler

Die Hauptfigur Moondog, ein gescheiterter Schriftsteller und Poet, lebt nur für den Moment, ausschließlich nach seinen ganz eigenen Vorstellungen. Verkörpert von Oscarpreisträger Matthew McConaughey schickt ihn Regisseur Harmony Korine auf einen exzessiven Trip durch die Florida Keys und Miami, bei dem kein Auge trocken, kein Kopf nüchtern bleibt.

Flankiert wird die Hauptfigur von ähnlich bunten, durch Schauspieler wie Martin Lawrence, Zac Efron, Snoop Dogg und Jonah Hill verkörperte Nebenfiguren.

 Korine, der einst als junger Kerl mit dem Drehbuch zum Teenie-Kultfilm „Kids“ (Regie: Larry Clark) erstmals richtig auf sich aufmerksam machen konnte, versteht sich auf die filmische Darstellung von Exzessen, das zeigt er nun auch mit seinem „Beach Bum“ (✮✮).

Seinem Moondog aber wünscht man etwas mehr an charakterlicher Entwicklung; das tragische Potenzial dieser stets von Menschen umringten und doch völlig einsamen Figur weiß Korine, der auch das Skript schrieb, nur ansatzweise auszuschöpfen.

McConaugheys Moondog ist ein faszinierender Lebenskünstler, ein subversiver Straßen-Poet und Freigeist. Moondog ist ein Asozialer, ein Nihilist, ein Tunichtgut, der nicht nur sich selbst, sondern etwa auch die eigene Tochter auf sträfliche Weise vernachlässigt. Mit dieser Ambivalenz hat man im Kinosessel von Beginn des Films an zu tun. 

Zudem gleichen viele Szenen einander; bei all der Redundanz kann denn auch von einer veritablen, einer gar packenden Geschichte kaum die Rede sein. Hat man sich allerdings einmal eingelassen auf die besondere Grundstimmung, auf die Atmosphäre des Films, dann kann von „Beach Bum“ durchaus eine gleichsam kathartische Wirkung ausgehen.

USA/GB/Schweiz/F 2019, 95 Min.; Regie und Buch: Harmony Korine; Kamera: Benoit Debie; Musik: John Debney; Besetzung: Matthew McConaughey, Isla Fisher, Snoop Dogg, Zac Efron.